GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 15.11.2010

Minitarif für säumige Privat Krankenversicherte


Seit der Einführung der Allgmeinen Versicherungspflicht am 1. Juli 2007 darf keine Krankenversicherung mehr säumige Beitragszahler kündigen und muss auch Notversorgungen, wozu auch Schwangerschaften und Geburten zählen, bezahlen.

Die Kehrseite sind ständig wachsende Schuldentürme. In den gesetzlichen Krankenkassen haben die Nichtzahler vom 1. April 2007 bis zum 31. März 2009 eine Schuldensumme von 630 Millionen Euro angehäuft, wie die Apothekerzeitung schreibt.

Bei den Privaten Krankenkassen sieht es ähnlich schlimm aus: Bis zum Ende des ersten Quartals 2010 gab es nach Angaben des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) bereits Außenstände in Höhe von über 200 Millionen Euro. Die Prognosen sind düster: Eine Sprecherin der Central Krankenversicherung macht die Ausmaße deutlich: "PKV-weit sprechen wir von rund 150.000 Nichtzahlern und erwarteten Beitragsaußenständen von 300 Millionen Euro bis Ende 2010."

Die Folge: Stornoanfällige Berufsgruppen wie Gastwirte, Fuhrunternehmer, Handelsvertreter und Hausfrauen werden von vornherein gar nicht mehr von den Privaten aufgenommen.

Das Problem aller, die in einer Privaten Krankenversicherung versichert sind, besteht darin, dass sie in Notfällen wie Insolvenz oder Arbeitslosigkeit ein Jahr lang ihre Tarife aus guten Zeiten weiter zahlen müssen, obwohl sie es gar nicht können. Erst nach einem Jahr kommen Sie in den so genannten Basistarif, der die Leistungen eines Gesetzlich Krankenversicherten abdeckt. Dann brauchen die Versicherten nur die Hälfte des Tarifbeitrages zu bezahlen, doch diese Hälfte kostet immerhin noch 280 Euro. Für die meisten zuviel Geld. Die Hartz-IV-Leistungsträger zahlen höchstens 144 Euro als Zuschuss für die Kranken- und Pflege dazu, während die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden. Zwar urteilten mehrere Sozialgerichte schon zugunsten der Privat Versicherten und verpflichteten die ALG-II-Leistungsträger zur Übernahme der vollen Beiträge. Aber ein bundesweites Urteil ist noch nicht gesprochen worden. Eine Rückkehr in die Gesetzliche Krankenkasse ist den Privat Krankenversicherten verwehrt.

Eine scheinbar ausweglose Situation. Die Privaten Krankenversicherer arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Es wird Minitarife geben. Wie diese konkret aussehen und was sie kosten, lesen User im kostenpflichtigen Bereich von GoMoPa.net.



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