GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 06.12.2010

Die apoBank und ihre eigenartigen Vertriebsmethoden


Convent Medicon, der Vertrieb des Leipziger Projektentwicklers Licon Wohnbau GmbH, verkaufte in zwei Jahren mehr als 1.500 denkmalgeschützte Luxusvillen (Foto Leipzig, Tieckstraße 4 © Licon GmbH) und Umbauten des einstigen Kaiserlichen Bekleidungsamts und der Kaiserlichen Feldpost in Leipzig für 270 Millionen Euro an etwa 600 vermögende Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte aus ganz Deutschland. Das sind pro Mediziner 450.00 Euro.

Auf den ersten Blick schien das für die Mediziner ein lukratives Geschäft zu sein. Können sie doch 100 Prozent der Sanierungskosten über 12 Jahre verteilt von der Steuer als Kosten absetzen, bei einem Neubau oder Neukauf einer nichtdenkmalgeschützten Wohung wären nur 2 Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr steuerlich absetzbar.

Doch die 600 Mediziner sollen nun ausgerechnet von der Bank mit sehr viel Eigennutz geködert worden sein, von der sie von Hause aus mindestens Neutralität erwarten hätten dürfen: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank aus Düsseldorf, kurz apoBank. Immerhin sind ein Drittel (rund 102.000 Mediziner) der rund 333.000 Kunden zugleich auch Miteigentümer von Deutschlands größter Genossenschaftsbank. Die apoBank wurde 1902 als Selbshilfeeinrichtung zur Vergabe günstiger Kredite gegründet. Jeder zweite Arzt, jeder fünfte Zahnarzt und jeder zehnte Apotheker wickelt heute seine Finanzgeschäfte vertrauensvoll über die apoBank ab.

Zentrale der Deutschen Apotheker-<br /> und Ärztebank in Düsseldorf © apoBank] http://gomopa.net/GMPCMS/attachment/GoMoPa.NET_8469669202057082303.jpeg[/img]
Doch weil nun zwei Licon-Gründer den dritten im Bunde um 5 Millionen Euro betrügen wollten und der Dritte die beiden anzeigte, kam etwas ans Licht, was möglicherweise nie aufgedeckt worden wäre. Ein Licon-Mitarbeiter erzählte der Staatsanwalt in Leipzig, was der Münchener Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht  Dr. Jürgen Klass (42) als kartellartiges Zusammenspiel zwischen apoBank, Verkäufer Licon und Vertrieb Medicon bezeichnet. Dabei geht es um 15 Prozent Provisionen, die angenblich ohne Wissen der Käufer, also hinter dem Rücken der Kunden, von der Licon GmbH an die apoBank und an Medicon geflossen sein sollen.
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<span style=Klass schildert die Zusammenarbeit so (Auszug):

Zitat:


So lagen in den Filialen der Bank Prospekte der Licon aus; zugleich durfte die Firma Medicon die Kunden der apoBank in den Geschäftsräumen der Bank beraten. Bezeichnenderweise hatten etwa in Frankfurt die apoBank und Medicon in ein- und demselben Gebäude ihre Büros.

Die finanziellen Interessen der apoBank sahen wie folgt aus: Zum einen stellte sie bei Bedarf die Erwerberfinanzierung zur Verfügung und verdiente daran nicht schlecht. Zum anderen strich die Bank ? hinter dem Rücken der Kunden ? heimlich Provisionen ein. Nach Angaben eines ehemaligen Licon-Mitarbeiters soll die Medicon 15 Prozent Provision von der Licon erhalten haben. Davon wurden 7 Prozent an Mitgesellschafter und Hintermänner und 8 Prozent an die apoBank weitergegeben (davon wiederum erhielt der Bankberater 1,75 Prozent). Insider sprechen von Schmiergeldzahlungen.

Dr. Jürgen Klass<br /> aus München © Klass
Dr. Jürgen Klass
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und Ärztebank in Düsseldorf © apoBank
Doch weil nun zwei Licon-Gründer den dritten im Bunde um 5 Millionen Euro betrügen wollten und der Dritte die beiden anzeigte, kam etwas ans Licht, was möglicherweise nie aufgedeckt worden wäre. Ein Licon-Mitarbeiter erzählte der Staatsanwalt in Leipzig, was der Münchener Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Jürgen Klass (42) als kartellartiges Zusammenspiel zwischen apoBank, Verkäufer Licon und Vertrieb Medicon bezeichnet. Dabei geht es um 15 Prozent Provisionen, die angenblich ohne Wissen der Käufer, also hinter dem Rücken der Kunden, von der Licon GmbH an die apoBank und an Medicon geflossen sein sollen.

Klass schildert die Zusammenarbeit so (Auszug):

[quote] So lagen in den Filialen der Bank Prospekte der Licon aus; zugleich durfte die Firma Medicon die Kunden der apoBank in den Geschäftsräumen der Bank beraten. Bezeichnenderweise hatten etwa in Frankfurt die apoBank und Medicon in ein- und demselben Gebäude ihre Büros.

Die finanziellen Interessen der apoBank sahen wie folgt aus: Zum einen stellte sie bei Bedarf die Erwerberfinanzierung zur Verfügung und verdiente daran nicht schlecht. Zum anderen strich die Bank ? hinter dem Rücken der Kunden ? heimlich Provisionen ein. Nach Angaben eines ehemaligen Licon-Mitarbeiters soll die Medicon 15 Prozent Provision von der Licon erhalten haben. Davon wurden 7 Prozent an Mitgesellschafter und Hintermänner und 8 Prozent an die apoBank weitergegeben (davon wiederum erhielt der Bankberater 1,75 Prozent). Insider sprechen von Schmiergeldzahlungen.

Dr. Jürgen Klass<br /> aus München © Klass
Dr. Jürgen Klass
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Doch weil nun zwei Licon-Gründer den dritten im Bunde um 5 Millionen Euro betrügen wollten und der Dritte die beiden anzeigte, kam etwas ans Licht, was möglicherweise nie aufgedeckt worden wäre. Ein Licon-Mitarbeiter erzählte der Staatsanwalt in Leipzig, was der Münchener Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Jürgen Klass (42) als kartellartiges Zusammenspiel zwischen apoBank, Verkäufer Licon und Vertrieb Medicon bezeichnet. Dabei geht es um 15 Prozent Provisionen, die angenblich ohne Wissen der Käufer, also hinter dem Rücken der Kunden, von der Licon GmbH an die apoBank und an Medicon geflossen sein sollen.

Klass schildert die Zusammenarbeit so (Auszug):

[quote] So lagen in den Filialen der Bank Prospekte der Licon aus; zugleich durfte die Firma Medicon die Kunden der apoBank in den Geschäftsräumen der Bank beraten. Bezeichnenderweise hatten etwa in Frankfurt die apoBank und Medicon in ein- und demselben Gebäude ihre Büros.

Die finanziellen Interessen der apoBank sahen wie folgt aus: Zum einen stellte sie bei Bedarf die Erwerberfinanzierung zur Verfügung und verdiente daran nicht schlecht. Zum anderen strich die Bank ? hinter dem Rücken der Kunden ? heimlich Provisionen ein. Nach Angaben eines ehemaligen Licon-Mitarbeiters soll die Medicon 15 Prozent Provision von der Licon erhalten haben. Davon wurden 7 Prozent an Mitgesellschafter und Hintermänner und 8 Prozent an die apoBank weitergegeben (davon wiederum erhielt der Bankberater 1,75 Prozent). Insider sprechen von Schmiergeldzahlungen.

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Doch weil nun zwei Licon-Gründer den dritten im Bunde um 5 Millionen Euro betrügen wollten und der Dritte die beiden anzeigte, kam etwas ans Licht, was möglicherweise nie aufgedeckt worden wäre. Ein Licon-Mitarbeiter erzählte der Staatsanwalt in Leipzig, was der Münchener Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Jürgen Klass (42) als kartellartiges Zusammenspiel zwischen apoBank, Verkäufer Licon und Vertrieb Medicon bezeichnet. Dabei geht es um 15 Prozent Provisionen, die angenblich ohne Wissen der Käufer, also hinter dem Rücken der Kunden, von der Licon GmbH an die apoBank und an Medicon geflossen sein sollen.

Klass schildert die Zusammenarbeit so (Auszug):

[quote] So lagen in den Filialen der Bank Prospekte der Licon aus; zugleich durfte die Firma Medicon die Kunden der apoBank in den Geschäftsräumen der Bank beraten. Bezeichnenderweise hatten etwa in Frankfurt die apoBank und Medicon in ein- und demselben Gebäude ihre Büros.

Die finanziellen Interessen der apoBank sahen wie folgt aus: Zum einen stellte sie bei Bedarf die Erwerberfinanzierung zur Verfügung und verdiente daran nicht schlecht. Zum anderen strich die Bank ? hinter dem Rücken der Kunden ? heimlich Provisionen ein. Nach Angaben eines ehemaligen Licon-Mitarbeiters soll die Medicon 15 Prozent Provision von der Licon erhalten haben. Davon wurden 7 Prozent an Mitgesellschafter und Hintermänner und 8 Prozent an die apoBank weitergegeben (davon wiederum erhielt der Bankberater 1,75 Prozent). Insider sprechen von Schmiergeldzahlungen.

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aus München © Klass
Insgesamt sind rund 600 Kunden der Bank betroffen. Diese werden nun ihrerseits Schadensersatzansprüche an das Geldhaus herantragen: Denn die Bank hat, wie erwähnt, 8 Prozent des Kaufpreises kassiert ? ohne dies offenzulegen. Gemäß Bundesgerichtshof muss die vermittelnde Bank den Kunden aber über selbst gezogene Provisionen ? egal in welcher Höhe ? aufklären, damit der Kunde den möglicherweise vorliegenden Interessenkonflikt der Bank erkennen und diesen in seine Entscheidung für oder gegen die Anlage einfließen lassen kann ? Wenn die apoBank insoweit nicht korrekt aufgeklärt hat, und dafür spricht einiges, muss sie den Anlegern den entstandenen Schaden ersetzen.

Dies geht so weit, dass der Anleger gegen Übertragung des Investments sein investiertes Kapital von der Bank zurück erhält. Haftpflichtansprüche, auch aus verbundenem Geschäft, sind überdies zu bejahen. Das Zusammenspiel zwischen Licon/ Medicon/ apoBank war nämlich letztlich wie ein Kartell aufgebaut.

Schließlich legt die Provisionshöhe von insgesamt 15 Prozent eine nicht unerhebliche Überteuerung der vermittelten Immobilien nahe. Kunden sollten deshalb auch prüfen lassen, ob der von ihnen bezahlte Kaufpreis für eine Wohnung zum Erwerbszeitpunkt überteuert war, sich also wesentlich von den damals marktüblichen Kaufpreisen abgehoben hat. Eventuell ist der Wuchertatbestand erfüllt.


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Nach der Razzia der sächsischen Antikorruptionseinheit (20 Steuerberater, 100 Polizisten) am 20. Oktober 2010 gegen die Licon GmbH, bei der die Geschäftsführer Peter Wolf (37) und Florian Scholze (37, PorscheCarrera-Rennfahrer) sowie der Vetriebsleiter Mathis Kuper (36) verhaftet wurden, weil sie Licon-Immobilien an apoBank-Kunden verkauft haben, die gar nicht von der Licon gestammt hätten, wofür aber der Licongründer, der Deutsch-Amerikaner Jürgen Henning (58) aus Fort Myer in Florida, über Scheinrechnungen fünf Millionen Euro zahlen sollte, folgte sehr schnell ein Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter und Vorstände der apoBank wegen Bestechung.

Auch wenn die apoBank in mehreren Stellungnahmen am 27. Oktober, am 1. November sowie auf einer Telefonpressekonferenz am 4. November 2010 und auch im Interview mit der Ärztezeitung behauptete: Kein Kunde sei geschädigt, keine Provision sei verheimlicht worden, und es sei bei der apoBank derselbe Preis bezahlt worden, als hätten die Kunden direkt von der Licon gekauft, wurde sofort jeder Hinweis auf die Licon und die Medicon von einem Tag auf den anderen von der Internetseite der apoBank entfernt.

Eine apoBank-Sprecherin sagte der Tageszeitung Welt, dass Licon-Anlagen derzeit "nicht mehr aktiv angeboten" würden. "Eine abschließende Entscheidung darüber, ob wir weiter mit Licon und Medicon zusammenarbeiten werden, ist aber noch nicht gefallen."

Der apoBank-Vertriebsvorstand Claus Verführth (42) aus Betburg-Kau (rund 400.000 Euro Jahresgehalt plus Mercedes-Dienstwagen) wollte angeblich nicht Bescheid gewusst haben. Dennoch warf ihn die apoBank raus. Auch sein Vorstandskollege Stefan Mühr, verantwortlich für Standesorganisationen wie Kassen(zahn)ärztliche Vereinigung, wurde abberufen. Beide Posten sind inzwischen neu besetzt.

Gegen insgesamt vier Mitarbeiter der Bank ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil sie unter anderem in die eigene Tasche gewirtschaftet haben sollen.

Herbert Pfennig<br /> © apoBank
Herbert Pfennig
© apoBank
Herbert Pfennig, Sprecher des Vorstands der apoBank teilte mit: "Ich bedauere zutiefst, dass in unserer angesehenen Bank, in deren Vorstand ich 2009 eingetreten bin, Unregelmäßigkeiten durch Mitarbeiter und möglicherweise sogar Vorstandsmitglieder stattfinden konnten. Trotzdem stehe ich zu dieser Bank, weil sie über ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsmodell verfügt und ganz besonders, weil sie von Mitarbeitern getragen wird, die sich bis auf eine mutmaßlich vorsätzlich handelnde Gruppe immer korrekt verhalten haben."

Finanzexperten lästern: "Die Bank ist mit Praxisfinanzierungen groß geworden und hat dafür wirklich Top-Experten - aber was sie darüber hinaus angefasst hat, ging mehr oder weniger schief." So investierte die vermeintlich grundsolide Bank in großem Stil in amerikanische Ramschimmobilien. Wertverluste brachten das Institut ins Schlingern, der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken musste mit Garantien über 200 Millionen Euro beispringen. Der im Sommer 2009 angetretene Vorstandschef Herbert Pfennig gelobte den Neuanfang.

Doch auch mit der Korrektheit ist es leider nicht so, wie der Vorstandsvorsitzende vor kurzem in einem anonymen Chat mit seinen Vertriebsleuten erfahren musste.

Was es damit auf sich hat, warum der apoBank gleich in zwei Fällen eine Klagewelle droht und bei welchen 4 Beratungsfehlern die Apobank schadenersatzpflichtig sein kann erfahren die Leser im » kostenpflichtigen Bereich von GoMoPa.net.



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