GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 11.04.2011

Haifischbecken Musikindustrie


Offiziell sind die Musikproduzenten Erwin (48, Foto) und Bianca Hültzbeck (41) aus Heinsberg in Nordrhein-Westfalen schon seit 2008 privat und geschäftlich insolvent.

"Wir haben ja immense Verluste (360.000 Euro) von der Pleite der GSiMUSIC in Deutschland aufzuarbeiten. Alleine 65.000 Euro haben wir privat an den tollen Künstlerinnen TSCHILLY, NINA und ARIESNN verloren", schrieb Erwin in jenem Jahr an seinen Ex-Tontechniker Florian Z. (30) nach Bielefeld.

Das hielt Erwin und Bianca aber nicht davon ab, im Pleitejahr 2008 in Benferri an der Costa Blanca in Spanien eine Traumvilla zu beziehen. Erwin mailte nach Deutschland: "Unser neues Domizil liegt zirka 45 Kilometer südwestlich von Alicante und zirka 15 Kilometer westlich von Torrevieja beziehungsweise 6 Kilometer von ORIHUELA CIUDAD. Wir haben uns extra kein Haus in der Strandnähe genommen, weil wir doch mehr innerhalb der spanischen Bevölkerung leben möchten und nicht bei den TOURIS."

Erwin weiter: "Wir haben insgesamt 240 Qudratmeter Wohnfläche und einen großen Pool, einen Garten und auf jeden Fall sehr viel Platz."

Convent Und in einer zweiten E-Mail kurz vor Weihnachten 2008: "Wir haben das neue Tonstudio aufgebaut und sind bereits fleißig. Ab Januar eröffnen wir unsere DEUTSCHE MUSIKSCHULE und im Sommer unsere RADIO STATION EL RADIO."

Fragt man sich doch: Wie machen die beiden Pleitiers das bloß?

Denn Bianca nannte sich zwar Direktorin, aber eigentlich hat sie lediglich eine Ausbildung als Kosmetikerin, und ihre Firma Bianca Cosmetics Limited kann nicht wirklich viel abgeworfen haben - sie wurde schließlich am 16. September 2010 von Amts wegen in Heinsberg gelöscht. Erwin ist ein frühpensionierter Polizist. Er kassiert zwar eine Rente, aber für das süße Leben im Süden und drei schulpflichtige Kinder dürfte sie zu mager sein. Also wie?

Convent Die Antwort findet man möglicherweise auf Musiker-Börsen wie Popdanceradio, Music Two Deals oder Musik-anzeigen.net. Da sucht zum Beispiel die Firma "Park11studio" aus Alicante Sängerinnen für ein neues Internationales Girl Group Project und Solokünstlerin für Musikproduktionen. Am Ende winke ein Plattenvertrag. Man gehöre zu den Top20 in Europa und USA, verspricht der Lockruf-Text.

In E-Mails behauptet dann gar eine Lupina Wolf von einer "LW Artist Consulting" aus Alicante: "Ich bin an der Spitze der Musikindustrie".

Das Park11Studio ist das Studio, in dem Erwin an den Reglern steht. Und hinter Lupina Wolf verbirgt sich in Wahrheit seine Frau Bianca. Die Werbe-Masche scheint aber viele junge Talente anzulocken. Schon im Frühjahr 2009 mailte Erwin seinem Ex-Tontechniker: "Wir konnten tolle neue Künstler unter Vertrag nehmen, und wir produzieren eine tolle neue Girl Group mit 4 Mädchen, eine Boy Group mit 5 Jungs, 4 Einzelkünstler International Pop + Rock, eine Musicalsängerin aus Österreich und 3 neue Schlagersängerinnen und Schlagersänger. Jeden Tag bekommen wir über 10 neue Bewerbungen rein, und es läuft alles bestens."

Alles bestens - nur nicht für die Künstler

Soweit der schöne Schein, wie er von Erwin Hültzbeck beschrieben wird. Doch die GSiMusic hat seit 2005 eine Spur von Tränen und Nervenzusammenbrüchen bei den Sängerinnen hinterlassen, die den Versprechungen von Erwin und Bianca geglaubt hatten und ihre Unterschrift unter Verträge setzten, die sie praktisch zu rechtlosen Marionetten machten.

Einerseits mussten die Künstlerinnen laut Vertrag den Produzenten kostenlos zur Verfügung stehen. Anderseits stellte das Produzententeam dicke Rechnungen aus: Eine Tonstudiostunde kostet 70 Euro, das Mastering 1.200 Euro, 3.000 Maxi-CDs herzustellen kosten 4.000 Euro. Bei Unverkäuflichkeit der Maxis verlangte das Studio schon mal rund 8.000 Euro für entgangene Gewinne.

Convent Die beiden gerade mal 22 Jahre jungen Realschul-Abgängerinnen Nebiha und Nihal Celenler aus Aachen sollten im Jahre 2008 an Erwin und Bianca erst 130.000 Euro und am Ende sogar eine Viertelmillion Euro Schadenersatz zahlen, weil die Zwillinge erkrankt waren und nicht auftreten konnten. Die Zwillinge traten kurz in der vierten Staffel von Dieter Bohlens "Deutschland sucht den Superstar" auf. Nach der Krankheit der einen flog auch die zweite Sängerin raus. Die Aachener Zeitung schrieb: "Nach dem Superstar-Auftritt gibt es heftige Probleme mit der Musikfirma".

Die GSiMusic Ltd. & Co. KG (reichte am 28 Mai 2008 Insolvenz ein) wollte mit den Mädchen Kasse durch die Aufnahme einer CD und durch Auftritte in Diskotheken oder auf Wochenmärkten machen, wie die Aachener Zeitung schrieb. Doch die Künstlerinnen brauchten schließlich einen Anwalt, nachdem Erwin den Mädchen wie ein Sklavenhalter aufs Band sprach: "Ich schicke Euch Kanaken zurück in die Türkei oder nach Marokko" , "Ich habe die Schnauze voll von euch Idioten" sowie "Und jetz beweg Deine Muse, sonst beweg ich Deinen Arsch". Der Aachener Anwalt Ulrich Ropohl hörte sich das an und erklärte das Vertragsverhältnis für beendet.

Doch Erwin und Bianca dachten nicht daran, die Mädchen ziehen zu lassen. Sie bombardierten sie nicht nur mit horrenden Rechnungen. Sie stalkten die Sängerinnen, und zwar so geschickt, dass man Bianca als Direktorin nichts anhaben konnte. Ein Benny Kennath, den keiner kennt, verbreitete in einer Presseerklärung an den Aachener Zeitungsverlag, die Mädchen seien "unverschämt und kriminell".

Für den Anwalt der Mädchen ein klarer Vertragsbruch, die Mädchen waren doch nur krank. Bianca als Direktorin gab am nächsten Tag eine Erklärung raus, wo sie dann den forschen Benny Kennath rügte, aber dennoch unterstrich, dass die Mädchen gerade ihre Karriere vermasseln würden.

Nachdem der Anwalt der Sängerinnen die Honorarforderungen abschmetterte, versetzte Bianca den Mädchen den öffentlichen Todesstoß: Über ihr so genanntes Artistmagazin ließ Bianca auf RTL.de verbreiten, dass den Zwillingen Drogen- und Sex-Gerüchte vorgeworfen würden.

Nach Aussagen von Anwalt Ropohl trauten sich die Sängerinnen nicht mehr ins Studio. Ihre Karriere war beendet.

Ex-Tontechniker wurde nicht bezahlt

Florian Z. heuerte im Frühjahr 2008 bei GSiMusic an, weil Bianca Hültzbeck ihn per E-Mail anschrieb und ihm einen Job als Tontechniker mit einem Gehalt von 3.000 Euro in Aussicht stellte. Doch der Job entpuppte sich dann als Trainingsmaßnahme des JobCenters. Eine Dame in der Verwaltung der GSiMusic sei unter den gleichen Voraussetzungen beschäftigt gewesen. Sie habe bereits vorzeitig ihre Tätigkeit beendet.

Florian Z. hielt durch und hatte die Arbeit mit den Zwillingen betreut, die man unter dem Bandnamen AriesNN kannte. Z. erinnert sich an "Unstimmigkeiten mit dem Duo und der GSiMusic, was anscheinend zu großen Streitigkeiten und dem Ausbleiben von Tourterminen geführt haben soll." Eine weitere Künstlerin sei Nina Barton gewesen. Florian Z.: "Nach meinem Empfinden gab es auch hier Reibungspunkte mit der GSiMusic. Gelegentlich gaben sich Bianca und Erwin Hültzbeck als Lupina Wolf und Ven Visagi aus. Häufiger vielen in meiner Gegenwart die Drohungen, Künstler, mit denen es Streitigkeiten gab, zu verklagen."

Florian Z. wurde nach Strich und Faden veräppelt. Er lehnte alle fremden Angebote ab, weil ihm nach der Trainingsmaßnahme der Job sicher sein sollte. Am Wochenende vor dem Jobantritt wurde ihm telefonisch mitgeteilt, man könne sich keinen Tontechniker leisten. Stattdessen bot Erwin dem Tontechniker an, ihn zu seinem Partner ohne Handelsregistereintrag oder Gewerbeanmeldung zu machen und mit ihm das Risiko finanzieller Investitionen zu tragen. Florian Z.: "Ich habe abgelehnt. Zu einer Entlohnung ist es nicht gekommen."

Mit dem neuen Domizil in Alicante hat sich der Arbeitsstil von Bianca und Erwin kaum verändert. Das bekam schmerzlich auch die als DSDS-Teufel (siebte Staffel) bekannt gewordene Bernauer Sängerin Mabel Winkler (21) zu spüren. Sie war im November 2010 auf eine Anzeige von Bianca und Erwin hin mit ihrer Mutter Heidi nach Spanien geflogen und unterschrieb einen Musikverlegervertrag mit einer Lupina Wolf und einer Firma GSiMusic Publishing House, ohne zu wissen, dass diese Firma schon am 11. Mai 2010 im englischen Handelsregister von Amts wegen gelöscht worden war.

Mabel Winkler brachte sogar einen selbstverfassten Song mit "Who is the Guy". Wie sich heute herausstellt, hat er das Zeug zu einem Hit. Aber Lupina Wolf alias Bianca Hültzbeck stellte drei nichtssagende und gleichlautende Meldungen in kostenlose Presseportale ein, die so gut wie gar nicht in den Kulturredaktionen landen. Mabel sollte in der U-Bahn, in Einkkaufszentren, Straßenbahnen, in Hotels und Kneipen als Straßenmusikantin arbeiten.

Doch das war gar nicht das Schlimmste, sagte die Künstlerin dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net: "Trotz meines Bekanntheitsgrades als Maybel sollte ich plötzlich zu einer erfundenen kanadisch-französischen Sängerin namens YRA-Lords (Y-Rock) werden. Da merkte ich, dass sie gar nicht an meinem Erfolg interessiert sind. Ich kündigte den Vertrag und sang als Maybel weiter. Und hatte Erfolg. Ich sang Open Air, wurde nach Frankfurt/Oder und Dresden eingeladen. Ich wechselte das Management."

Seitdem wird Mabel Winkler von Lupina Wolf alias Bianca Hültzbeck mit einer Stalkingkampagne überzogen. Als spanische Firmen Lupina Wolf "LW Artist Consulting" & GSiMusic (GSiMUSIC Label Group, GSiMUSIC Musikverlag, GSiMUSIC Publishing) melden sich die beiden Firmen aufgrund von Veranstaltungshinweisen, die auf der Webseite Maybel.de im Internet öffentlich einsehbar sind, bei den dort genannten Veranstaltern und fordern völlig unberechtigt Gagen, Gagenoffenlegungen oder GEMA-Lizenzgebühren.

Bei Nichtbefolgung wird den Veranstaltern straf- und zivilrechtliche Verfolgung angedroht. Einige Veranstalter wurden dadurch so verunsichert, dass bei weiteren geplanten Veranstaltungen Unklarheiten wegen dieser Behauptungen ausgeräumt werden mussten. Anschließend meldeten sich die spanischen Firmen bei Maybel Music und forderten Geld. Man sei "oben in der Musikindustrie" und sitze am längeren Hebel. Von jedem Auftritt fordert Bianca Hültzbeck 20 Prozent Gage im I. Quartal 2011 waren das 440 Euro. Bianca droht mit Inkasso und klebt an der Künstlerin wie Teer.

Mabel Winkler schrieb an Lupina Wolf eine E-Mail, sie doch endlich in Ruhe zu lassen:

Zitat:


Hallo Lupina,

ich kann immer noch nicht glauben, dass ich an Betrüger wie euch geraten bin. Euretwegen hatte ich starke psychosomatische Probleme. Nur der Unterstützung und Kraft meiner Familie ist es zu verdanken, dass es mir heute etwas besser geht. Ich hätte nicht gedacht, dass in einzelnen Personen konzentriert so viel menschlicher Unrat existieren kann.

Lupina, Du und Ven haben mir immer gesagt, dass es in der Musikbranche keine Freunde gibt. Nun weiß ich, dass Ihr diese Bewertung auf Euch bezogen habt.

Lupina, sage Ven, dass er wissen sollte, wann man aufhören muss. Aber Gier und niedere Beweggründe treiben ihn, bei Strafe Eures Untergangs, in seinem kriminellen Handeln immer weiter.


Biance Hültzbeck alias Lupina Wolf antwortete darauf:

Zitat:


Mein ist die Rache sprach Gott. Und Gott ist in uns allen. Und ich glaube an göttliche Gerechtigkeit. Lupina.


Mabel Winkler gehört zu den wenigen Künstlerinnen, die sich nicht einschüchtern und psychisch unter Druck setzen lassen. Viele andere jedoch hatten und haben gegen die Masche des Produzententeams aus Alicante keine Chance.

Also Vorsicht, falls Sie von einer Bianca Hültzbeck-Wiesemann, Lupina Wolf, Bianca Vanessa Tarantino, Carla Maria Valdez, Mona Landner, Virginia la Rose oder einem Erwin Erich Wilhelm Aven Hültzbeck alias Ven Visagi, Steven Richmann, Lenny, Avenheart, Revolution 4 Life oder Double V alias Paul Adams kontaktiert werden.



... Fortsetzung » lesen.

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?
 



 

Beitrag zum Thema
» Lupina Wolf - LW Artist Consulting - GSIMusic

Kategorie zum Thema
» Dubios

 

Copyright 2000 - 2017 by Goldman, Morgenstern & Partners LLC - GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net)