GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 26.05.2011

Accessio-Kunden verklagen DAB bank AG


Die 1994 gegründete DAB bank AG<br /> mit 614 Mitarbeiterin in München © DAB
Die 1994 gegründete DAB bank AG
mit 614 Mitarbeiterin in München © DAB
Die DAB bank AG (Direkt Anlage Bank) aus München nennt sich selbst "Deutschlands erfahrenster Internet-Broker" und belohnte in diesem Frühjahr Neukunden, die mindestens 350.000 Euro ins Depot mitbrachten, mit einem Geschenk in Form eines 50-Gramm-Goldbarrens (Wert rund 2.500 Euro).

Drei Dutzend Altkunden dagegen, die insgesamt 1,5 Millionen Euro im Depot der DAB bank verloren haben, bekommen freiwillig keine Entschädigung. Sie haben die Bank jetzt per erstmaliger "Sammelklage" auf Haftung verklagt.


Eigentlich gibt es ja in Deutschland keine Sammelklagen, aber der Münchener Rechtsanwalt Thorsten Krause von der Kanzlei Lachmair & Kollegen hat dennoch einen Weg gefunden, die Klagen der DAB-Kunden zu bündeln. Unter seiner Initiative gründeten seine Mandanten eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit dem Namen Aletheia GbR.

Diese Aletheia GbR sorgt nun für eine Sensation. Denn sie reichte zum ersten Mal eine "Sammelklage" gegen ein Bankhaus ein, wie Rechtsanwalt Krause, der die Klägergemeinschaft vertritt, dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mitteilte.

Reichte die Klageschrift ein:<br /> Rechtsanwalt Thorsten<br /> Krause (29) ©Kanzlei<br /> Lachmair & Kollegen München
Reichte die Klageschrift ein:
Rechtsanwalt Thorsten
Krause (29) ©Kanzlei
Lachmair & Kollegen München
Bei dieser gemeinsamen Klage sparen die geschädigten Depotinhaber viel Geld

Rechtsanwalt Krause: "Wir haben in der täglichen Praxis festgestellt, dass viele Anleger aufgrund des hohen Prozesskostenrisikos ein gerichtliches Vorgehen scheuen und bestehende Ansprüche lieber verfallen lassen. Auch wenn der Begriff der Sammelklage juristisch nicht ganz korrekt ist, haben wir für unsere Mandanten eine Möglichkeit gefunden, durch das gemeinsame Vorgehen vieler Geschädigter das Kostenrisiko für den Einzelnen gering zu halten. Durch die Sammelklage lässt sich voraussichtlich das Prozesskostenrisiko für den Einzelnen um durchschnittlich zwei Drittel reduzieren. Gerade bei kleineren Anlagesummen wirkt sich die Reduzierung noch weitaus deutlicher aus. Hier sind bis zu 90 Prozent Reduzierung möglich.

Insbesondere für Kleinanleger dürfte die Sammelklage interessant sein. Bei einem Anspruch von beispielsweise 10.000 Euro entstehen bei normalem Vorgehen in zwei Instanzen rund 7.600 Euro allein an Anwalts- und Gerichtskosten - und der Verlierer zahlt den kompletten Betrag. Verständlich, dass bei solchen Beträgen viele vor einer Klage zurück schrecken. Mit dem gemeinsamen Vorgehen können wir diesen Betrag für den gleichen Anleger auf voraussichtlich unter tausend Euro reduzieren."

Worum geht es bei der "Sammelklage" überhaupt?

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