GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 15.11.2011

AKTONA Fonds: Ausstieg aus der Kostenfalle möglich


AKTONA- und profimag-Chef Eduard Huber (unten)<br /> © Eigendarstellung Ausriss Webseite AKTONA
AKTONA- und profimag-Chef Eduard Huber (unten)
© Eigendarstellung Ausriss Webseite AKTONA
Wer sich auf einen Sparplan der Vermögensverwalter Peter Laich, Eduard Huber und Friedhold Räder von der AKTONA (vormals Fondax) Vermögens-
verwaltung GmbH aus dem Industriegebiet Holzkirchen bei München eingelassen hat, zahlt in den ersten drei Jahren wie bei einer Versicherung nur die Kosten.


Doch während man die Versicherung jederzeit kündigen kann, hängt man in den Zeichnungsscheinen für die vier Fonds FCM Capital Management (platziert 2002-2004, 20 Millionen Euro Zeichnungskapital, Daytrading), FCT Capital Trust (platziert 2003-2005, 20 Millionen Zeichnungskapital, Blindpool), FCS Capital Select (platziert 2005-2008, 40 Millionen Euro Zeichnungskapital, Immobilien) und FPS Premium Select (platziert 2007-laufend, Daytrading) des Emissionshauses AKTONA zwischen 10 und 30 Jahren fest - ohne eine Chance, da herauszukommen.

Und das, obwohl die AKTONA mit einer "beispielgebenden Flexibilität" auf der Homepage wirbt: "Der Anleger kann während der Laufzeit jederzeit Entnahmen tätigen. Rückzahlungen der Entnahmen sind immer kostenfrei.

Jederzeit kann der Anleger seine Ratenzahlung, zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Aufnahme eines Vollzeitstudiums, Mutterschutz sowie Wehr und Zivildienst gegen entsprechenden Nachweis, für 12 Monate aussetzten."

Was es heißt, sein Geld statt einer Versicherung lediglich in die Hände eines ehemaligen Versicherungsvermittlers wie Peter Laich zu geben, mussten AKTONA-Anleger bereits 2008 schmerzlich erfahren.

Ausgerechnet die Anleger des Fonds mit dem Namen Vertrauen (Trust) mussten nach einem Minusgeschäftsabschluss vom 31. Dezember 2006 in Höhe von negativen rund 200.000 Euro nicht nur im Jahre 2008 auf die Ausschüttungen in Höhe von 5 Prozent jährlich verzichten. Die Fondsgeschäftsleitung ließ auch noch per Anwalt ausstehende Einlagen bei den Anlegern einfordern.

Es gibt aber einen Ausweg

Die Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte aus Berlin erstritt vor dem höchsten Gericht des Landes Berlin, dem Kammergericht, ein Urteil, das dem AKTONA-Fonds FCT Capital Trust einen schwerwiegenden Fehler in der Widerrufsbelehrung bestätigt.

Das Kammergericht führte aus:

"Die auf der Beitrittserklärung abgedruckte Belehrung genügt nicht den Anforderungen des § 355 Abs. 2 BGB in der Fassung vom 02.12.2004. Jedenfalls hinsichtlich des Beginns der Widerrufsfrist ist die Belehrung nicht ausreichend präzise, da der Leser im Unklaren über den Zeitpunkt bzw. die für seine Bestimmung maßgeblichen Kriterien gelassen wird. Zur Begründung wird auf die Ausführung des Landgerichts, denen nichts hinzu zu fügen ist, Bezug genommen."

Damit hat das Kammergericht bestätigt, dass sich die hier vertretenen Anleger auch noch Jahre nach Unterzeichnung der Kapitalanlage bei der FCT Capital Trust GmbH & Co. Beteiligungsfonds 2 KG von dieser lösen können.

Sven Tintemann<br /> © Dr. Schulte und Partner<br /> Rechtsanwälte Berlin
Sven Tintemann
© Dr. Schulte und Partner
Rechtsanwälte Berlin
Dies gilt zumindest dann, wenn die Beteiligung in einer Haustürsituation abgeschlossen wurde. Ein Haustürgeschäft kann die klassische Beratung zu Hause sein, jedoch sind auch Beratungen am Arbeitsplatz und ein offenes Ansprechen auf der Straße von den Regeln im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zum Haustürgeschäft erfasst.

Zu dem Urteil meint Sven Tintemann, Fachanwalt für Bank - und Kapitalmarktrecht in der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte: "Das Kammergericht hat hier erneut bestätigt, dass fehlerhafte Widerrufsbelehrungen dazu führen können, dass Anleger auch noch nach Jahren die Möglichkeit haben, sich von einer Beteiligung zu lösen.

Die Gesellschaft muss den Anlegern nun ein errechnetes Auseinandersetzungsguthaben auszahlen. Auf das Argument, dass eine Kapitalanlagegesellschaft die Widerrufsbelehrung der BGB-InfoV abgeschrieben habe, kann sich das Unternehmen nur dann berufen, wenn der Text der Verordnung vollständig übertragen wurde. Dies ist oftmals nicht der Fall."

Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen führen oft dazu, dass Kapitalanlagen rückabgewickelt werden können oder weitere Einzahlungsverpflichtungen sowie eine Verpflichtung zur Nachhaftung für die Zukunft entfallen. Anlegern, die sich wegen ihrer Widerrufsmöglichkeiten beraten lassen wollen, können sich an die Anwälte der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte wenden. Eine Erstberatung sei oftmals schon für eine geringe Gebühr möglich.

Aber warum sollte man der Beteiligung an den AKTONA-Fonds widersprechen wollen?

Die Macher sind wenig vertrauenserweckend.

Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair<br /> © Kanzlei Lachmair & Kollegen
Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair
© Kanzlei Lachmair & Kollegen
Zu Peter Laich stellte der Münchner Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair schon im Sommer 2008 fest:

Zitat:


Die Gesellschaft residiert in einem kleinen Industriegebiet im Süden von Holzkirchen. Sie bewohnt dabei in Bürogemeinschaft mit diversen weiteren Unternehmen den ersten Stock eines kleinen Gebäudes, unten ist ein Metallbaugeschäft. Verantwortlich ist ein gewisser Peter Laich.

Der verdiente in der Vergangenheit seine Brötchen im Versicherungsgeschäft. Was ihn nun als begnadeten Vermögensverwalter auszeichnen soll, ist nicht ersichtlich. Eine einschlägige Qualifikation ist ebensowenig ersichtlich wie eine einschlägige Berufserfahrung. Sieht man einmal von seiner Tätigkeit für die FONDAX ab.


Nach Erkenntnissen des Finanznachrichtendienstes GoMoPa.net gibt es schon eine einschlägige Berufserfahrung - allerdings eine Negative:

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