GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 14.12.2011

MIXenergy e.G.: Aufsichtsrat offenbart Luftnummer


Drei Solarparks und verbilligten Ökostrom. Das wurde den Mitgliedern einer neuen Energiegenossenschaft in Berlin anfang diesen Jahres versprochen, wenn diese der Genossenschaft beitreten und mindestens 1.000 Euro einzahlen. Die Realität sieht anders aus.

Ausriss Webseite<br /> von Wilfried Fittkau
Ausriss Webseite
von Wilfried Fittkau
"Die MIXenergy e.G. in Berlin wurde niemals ordentlich angemeldet, ich war zwar bei der Gründung im Februar 2011 dabei, aber ich habe ganz schnell meinen Austritt erklärt, weil mir das Geschäftsgebaren dubios vorkam", erzählt der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft Diplomingenieur Wilfried Fittkau aus Magdeburg dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

GoMoPa.net: Was kam Ihnen denn bei der Genossenschaft dubios vor?

Fittkau: "Ich vermutete persönliche kriminelle Energie. Denn es wurden Provisionen in Größenordnungen besprochen, die jedes vernünftige Maß überschritten. Für zwei GmbH & Co. KGs, die für Solarparks gegründet werden sollten, würden hohe Provisionen ins Ausland fließen. Damit wollte ich nichts zu tun haben. Nach meinem Austritt wurden all meine Zugänge zur Genossenschaft gelöscht, sogar meine MIXenergy-E-Mail-Adresse."

Auch der Berliner Rechtsanwalt Christian M. Schulter von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte bestätigte GoMoPa.net, dass die Genossenschaft niemals ordentlich angemeldet wurde. Rechtsanwalt Schulter: "Beim Genossenschaftsverband in Neu-Isenburg, bei dem angeblich damals bereits ein Prüfungsantrag gestellt worden sein sollte, weiß man von nichts. Die Dame in der Mitgliederverwaltung sagte, dass es kein Prüfungsverfahren für eine MIXenergy eG gab, nicht einmal eine Erstanfrage. Auch diese würden registriert werden."

Mitgliederfang mit falschen Versprechungen

Der Pressesprecher und Mitinitiator der MIXenergy eG, Stefan Deuber, hatte aber am 20. April 2011 in einer Pressemitteilung auf openPR öffentlich behauptet: "Die Anmeldung zur Prüfung beim Genossenschaftsverband e.V. wurde bereits vorgenommen."

Rechtsanwalt Schulter kann dazu nur sagen: "Also die Aussage bei openPR seinerzeit ist nachweislich falsch."

Mit diesem Schein einer in Anmeldung befindlichen Genossenschaft ging Deuber dann auf Mitgliederfang. Deuber versprach in seiner Pressemitteilung weiter: "Die MIXenergy eG beabsichtigt für ihr Wachstum in diesem Jahr die Realisierung von zunächst 3 Solarparks in Deutschland mit einer Gesamtleistung von zirka 6 MWp. Dazu hat sich die Genossenschaft zum Ziel gesetzt, bis Jahresende mindestens 1.500 neue Mitglieder zu gewinnen. Bereits während des Prüfungszeitraums ist es Interessenten möglich, bis zur Eintragung in das Genossenschaftsregister der Vorgenossenschaft beizutreten."

Bei der Beitrittserklärung zur Genossenschaft konnten die künftigen Mitglieder ankreuzen, ob sie einen Anteil für 1.000 Euro oder fünf Anteile für 5.000 Euro oder gleich 8 Anteile für 8.000 Euro auf das Konto der MIXenergy e.G. Energiegenossenschaft in Gründung der Berliner Volksbank einzahlen wollten.

Stefan Deuber (Projektconsulting und PR-Management) lockte die Anleger mit eine Rendite von mindestens 5 Prozent pro Jahr. Allerdings war im Kleingedruckten der Beitrittserklärung eine Auszahlung der Rendite gar nicht vorgesehen. Dort hieß es: "Ich beauftrage die Genossenschaft, die mir aus künftigen Abrechnungen zustehenden Ansprüche dem oben genannten Konto zuschreiben." Also dem Konto der MIXenergy eG.

Mitglieder sollten ab 2012 billigen Ökostrom bekommen - so das Versprechen:


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