GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 03.02.2012

Eurofinanz: 15 Hintermänner kommen in Wien vors Gericht


Es ist schon erstaunlich, wie schnell Anlegersünden vergessen werden. Genau zwanzig Jahre nach dem finanziellen Zusammenbruch der burgenländlichen Wohnbaugenossenschaft WBO in Wien, bei der 36 Millionen Euro für Privatfirmen und einen luxuriösen Lebensstil der Manager abgezweigt wurden, gründete der damalige WBO-Geschäftsführer Horst Tietze in der Wiener Neustadt am 11. Januar 2002 eine neue Unternehmung: die Eurofinanzierungs- und UnternehmensberatungsgesmbH zur Finanzierung von Startup-Firmen im Internet.

Bis zum Jahre 2009 zahlten 2.000 scheinbar ahnungslose vermögende Privatpersonen als atypisch stille Gesellschafter bei der Eurofinanz rund 40 Millionen Euro für 2.200 Beteiligungen ein, die überwiegend nur in der Phantasie von Tietze und dem weiteren Geschäftsführer Oliver Luckinger existierten. Die jungen Internet-Firmen hätten sich mit großer Sicherheit über einen Geldregen gefreut, doch leider kam bei ihnen gar nichts an.

Die Anleger wurden mit Steuervorteilen als Miteigentümer geködert. Niemand hatte sich offenbar für die kriminelle Vergangenheit des Wiener Diplomkaufmannes Horst Tietze interessiert, der bereits eine Haftstrafe wegen des WBO-Skandals hinter sich hatte und somit als Wirtschaftsbetrüger vorbestraft ist.

Nach sieben Jahren flog im Juli 2009 auch Tietzes neue Geldmaschine für ein Leben in Saus und Braus auf. Tietze und Luckinger kamen in Untersuchungshaft. Gegen 13 weitere Mittäter wurde wegen gewerbsmäßigen Betruges und Bilanzfälschung ermittelt. Alle schwiegen - bis auf einen so genannten Zweit- und einen Fünftverdächtigen. Die beiden belasteten die gesamte Gruppe um Tietze schwer. Die Beweise reichen für einen Strafprozess.

Mammutprozess gegen Tietze, Luckinger & Co

Am 11. April 2012 beginnt am Straflandesgericht Wiener Neustadt ein 50tägiger Verhandlungsmarathon, bei dem 913 Zeugen gehört werden sollen. Die Anklage umfasst 128 Seiten. Wegen der großen Anzahl von Geschädigten wurden für die ersten drei Verhandlungsrunden gleich zwei Gerichtssäle gebucht.

Das Beteiligungsmodell der Eurofinanz sah so aus:

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