GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 10.02.2012

Hat die Sparkasse Essen den Immobilienfonds E&P reingelegt?



Convent Das Kölner Emissionshaus für Immobilien E&P Holding (Ebertz & Partner Gruppe) hat die Sparkasse Essen auf 43 Millionen Euro Schadensersatz verklagt, weil die Sparkasse der Fondsgesellschaft im März 2005 ein Seniorenheim mit 160 Plätzen und 20 normalen Mietwohnungen in Essen (Foto © google streetview) angedreht hat, das fünf Jahre nach dem Kauf von der Essener Bauaufsicht geschlossen werden musste.

Die tragenden Wände waren löchrig wie Schweizer Käse. Mal fehlte der Beton völlig, mal gab es Nester aus Sand, in die man mit dem Finger hineinstoßen konnte. Seit dem 3. Dezember 2010 steht die Schrottimmobilie leer. Die Sparkasse will davon nichts gewusst haben. Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest.

Der Geschäftsführende Gesellschafter der E&P Holding GmbH & Co. KG, Dirk Iserlohe, fühlt sich von dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der Essener Sparkasse, Dr. Henning Osthues-Albrecht, "arglistig getäuscht".

Eigendarstellung Webseite Ebertz.de
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Im Kaufvertrag steht eindeutig "Rohbau-Risiko gering". Dabei belegen Dokumente, dass die Sparkasse noch in der Rohbauphase im Jahre 2003 über den Baupfusch informiert wurde. Der Rechtsanwalt des zuvor pleite gegangenen Bauträgers hat 15 Monate vor dem Verkaufsdeal der Sparkasse Essen in einem Brief mitgeteilt: "So wurde mir exemplarisch ... eine Örtlichkeit gezeigt, wo man erkennen konnte, dass die verwendete Schalung ? in absolut unzulänglicher Form mit Beton aufgefüllt war ... Dies kann langfristig gesehen zu ausserordentlich erheblichen Problemen führen."

Die Sparkassen-Rechtsanwälte bestreiten die Existenz des Briefes gar nicht. Doch die Vorlage eines Briefes hieße noch lange nicht, dass dieser auch vom Vorstand gelesen worden war. Das Gericht muss hier klären, ob Fahrlässigkeit oder arglistige Täuschung vorliegt.

Käufer Dirk Iserlohe hatte jedenfalls nichts von den Mängeln gewusst. Für ihn war es zunächst ein gutes Geschäft. Das Heim war vom ersten Tag voll ausgebucht. Der Fonds schloss mit der Betreibergesellschaft SenVital, eine Tochter der E&P Unternehmensgruppe, auf 25 Jahre einen Mietvertrag ab.

Das vierstöckige Gebäude in der Helmut-Käutner-Straße 19 in der Essener Weststadt sah schließlich augenscheinlich tadellos aus. Die Wände waren von außen verklinkert und von innen mit Holz verschalt.

Und warum sollte der Manager auch ausgerechnet dem Sparkassenvorstandsvorsitzenden Osthues-Albrecht misstrauen?

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