GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 14.05.2012

Windpark Möbisburg: Rauswurf des Fondsmanagers per Gerichtsbeschluss


Bis zum Schluss war sich der Thüringer Erfinder mit dem Zottelbart und Chef des Thüringer Landesverbandes für Windenergie, Stephan Hloucal, keiner Schuld bewusst. Doch nun musste Hloucal kraft Richterspruch des Oberlandesgerichts Jena vom 14. März 2012 seinen Chefsessel der Windpark-Fondsgesellschaft Ventimotor GmbH & Co. UHW KG aus Erfurt räumen (Aktenzeichen 2 U 650/11).

Schon vor einem Jahr hatten ihn die 175 Gesellschafter auf der Gesellschafterversammlung am 20. Mai 2011 samt Ehefrau und Sohn aus der Geschäftsführung geworfen, um den Fonds vor einer Pleite zu bewahren. Allerdings wehrte sich Hloucal und klagte.

Immerhin ging es um ein prestigeträchtiges Projekt: einen Windpark im Ort Möbisburg acht Kilometer südlich des Zentrums von Erfurt, der einmal mit der dort erzeugten Energie ein Drittel aller Erfurter Haushalte mit Strom versorgen soll. Energieriese E.on war verpflichtet, den Strom für 8,35 Cent vom Windpark anzukaufen.

Doch das Eigenkapital der Anleger für den im Januar 2006 aufgelegten Fonds in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro wurde fast vollständig von den Weichkosten für Beratung, Planung und Vertrieb aufgebraucht. Das Geld wurde also gar nicht in den Windpark investiert. Der Park aus modernsten ostfriesischen Windraftanlagen vom Typ E70 der Firma Enercon aus Aurich (Stückpreis nicht unter 190.000 Euro) verschlang 21 Millionen Euro, die drei Unternehmen als Kredite vorstreckten.

Refinanzieren sollte sich der Bürgerwindpark durch Bürgerbeteiligungen ab 2.500 Euro und durch den Stromverkauf an E.on. Die Bürger, die rund 2 Millionen Euro gaben, sollten aber nie eine Ausschüttung sehen, obwohl ihnen die Anlage als besonders renditestark und unabhängig von Risiken eines Aktienmarktes schmackhaft gemacht worden war. Man konnte als Anleger wählen, ob man einen Kurzläufer über zehn Jahre mit einer Rendite von 7 Prozent pro Jahr haben wollte oder das Geld in einen Langläufer bis zu 30 Jahre mit einer Rendite von 13 Prozent pro Jahr einzahlen wollte. Viele wählten die Langzeitvariante.

Und mussten schon nach den ersten fünf Jahren im Herbst 2011 um die Insolvenz ihres Fonds fürchten. Denn die vier Windinstitute, die dem Standort Möbisburg zwischen dem Autobahnkreuz Erfurt und Erfurt West eine hohe Energieausbeute bescheinigten, müssen nie vor Ort gewesen sein. Der Wind ...

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