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03.01.2019
Wohnen am Mühlbach Bad Abbach: Markus Fürst + Gerhard Schaller können CapStar One nicht zurückzahlen

ConventDiplombetriebswirt Gerhard Rudolf Schaller (57) aus Bad Alexanderbad in Bayern und Diplom-Bankbetriebswirt Markus Fürst (48) aus Weiden in der bayerischen Oberpfalz sind je zur Hälfte Geschäftsführer der 2015 gegründeten Capital Store Invest GmbH aus der Thölauer Straße 13 im oberfränkischen Marktredwitz, die für die Sensus Vermögen GmbH (60 Prozent Schaller, 40 Prozent Fürst) von April 2016 bis April 2017 unter dem Produktnamen CapStar One 6,154 Millionen Euro unbesicherte Nachrangdarlehen mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren und einem prognostizierten Jahreszins von 5 Prozent einsammelte, etliche davon in Form von Ratensparplänen plus einem für Nachrangdarlehen unüblichen Agio von 5 Prozent © Ausriss aus Webarchiv der Sensus-Vermoegen.de Eigentlich wollten die beiden bayerischen Immobilienprojektentwickler Diplombetriebswirt Gerhard Schaller (57) aus Bad Alexanderbad in Oberfranken und Diplom-Bankbetriebswirt Markus Fürst (48) aus Weiden in der Oberpfalz mit ihrer 2015 gegründeten Capital Store Invest GmbH aus der Thölauer Straße 13 in Marktredwitz vor 2 Jahren 25 Millionen Euro an unbesicherten Nachrangdarlehen einsammeln.

Mit dem Geld wollten sie Eigentumswohnungen bauen und verkaufen und zugleich finanzielle Löcher im Unternehmensverbund der Sensus Vermögen GmbH, Derivest GmbH, Nordkap Wohnbau GmbH oder D.E.S. Immobilien Consulting GmbH & Co. KG stopfen.

Ihre gemeinsame Vermögensverwaltung Sensus Vermögen GmbH hatte dafür eigens das Produkt CapStar One Nachrangdarlehen konzipiert.

Doch mitten in die Platzierung der unbesicherten Nachrangdarlehen mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren und prognostizierten 5 Prozent Jahreszinsen platzte am 25. Oktober 2016 eine Hausdurchsuchung bei der Sensus Vermögen GmbH wegen Betrugsverdachts bei Geldanlagen. Diese Vorwürfe wies Gerhard Schaller zurück, wie GoMoPa berichtete.

Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt gegen die Gründer des Unternehmensgeflechtes D.E.S. Immobilien Consulting GmbH & Co.KG aus der Regierungsstraße 61/62 in Erfurt, welche auf der Hamburger Crowdinvesting-Plattform Zinsland.de als Immobilienpartner und etablierter Projektentwickler geführt wird, wegen Untreue und Betruges wegen eines vermuteten Schadens in Höhe von 25 Millionen Euro (Aktenzeichen 19 Js 9511/16).

Hälftiger Mitgesellschafter der D.E.S. Immobilien Consulting GmbH & Co. KG ist der Immobilienmakler und Baubetreuer Ralf Elle (54) aus Kühnhausen, einem Stadtteil von Erfurt in Thüringen.

Elle trat am 10. November 2016 als Komplementärgeschäftsführer zurück und überließ Gerhard Schaller das Kommandofeld bei der D.E.S. Immobilien Consultung Verwaltungs-GmbH aus Erfurt.

Zinsland verschweigt den Anlegern, dass Schallers Firmengruppe Zinsland Geld schuldet. Nämlich 8 Millionen Euro plus Zinsen, die die Zinsland-Muttergesellschaft Civium GmbH aus dem Alsterufer 46 in Hamburg bei Schallers Firmengruppe angelegt hat.

Auch die Autark Group AG mit 3.600 Anlegern aus der Grunewaldstraße 22 in Berlin-Steglitz unter Leitung von Stefan Kühn (53) aus Dinslaken im Ruhrgebiet (NRW) hat der Schaller-Firmengruppe Geld anvertraut: satte 15 Millionen Euro. Schaller soll Kühn persönlich einen Zinssatz von 20 Prozent im Jahr durch Forex-Tradinggeschäfte versprochen haben. Zurückerhalten von seinem Darlehen habe die Autark Group AG lediglich 1 Million Euro. Der Rest plus Zinsen sei noch offen.

Bei diesem Hintergrund erscheint es verständlich, dass sich die Anleger beim Produkt CapStar Nachrangdarlehen zurückhielten.

Statt 25 Millionen Euro konnte die Capital Store Invest GmbH von April 2016 bis April 2017 lediglich 6,154 Millionen Euro Nachrangdarlehen einsammeln Davon entfielen auf das Jahr 2016 1,781 Millionen Euro.

Diese 1,781 Millionen Euro wurden nun größtenteils zum 30. November 2018 gekündigt und damit fällig zur Rückzahlung.

Doch die Anleger erhielten ihr Geld nicht zurück.

ConventDie 28 Eigentumswohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern in der Wohnanlage Wohnen am Mühlbach in der Frauenbrünnlstraße 2 und 2a im bayerischen Bad Abbach bei Regensburg können nicht verkauft werden, weil ein Teilungsnachtrag noch nicht ins Grundbuch eingetragen ist, "welcher aufgrund einer Tektur der ursprünglichen Bauplan-Unterlagen erforderlich wurde." © Ausriss aus Am-Muehlbach-wohnen.de Obwohl der Projektentwickler D.E.S. Immobilien Consulting GmbH & Co. KG und der Bauträger CSI Donautal Immobilien GmbH & Co. KG, an dem sich die Capital Store Invest GmbH mit 310.000 Euro beteiligte, mit dem Geld aus den CapStar Nachrangdarlehen und zusätzlichen Krediten schließlich im November 2018 zwei Mehrfamilienhäuser mit 28 Eigentumswohnungen und 36 Tiefgaragenplätzen endgültig fertigstellte, können Markus Fürst und Gerhard Schaller die gekündigten Nachrangdarlehen nicht zurückzahlen.

Für die 28 Neubau-Eigentumswohnungen in der Wohnanlage Wohnen am Mühlbach im bayerischen Schwefelquellen-Kurort Bad Abbach (12.331 Einwohner) 12 Kilometer vor Regensburg habe es laut Markus Fürst im Sommer 2018 schon 28 Reservierungen gegeben.

Die Wohnungen zwischen 43 und 116 Quadratmetern Wohnfläche sollen zwischen 155.00 Euro und 436.000 Euro kosten.

Doch der Abverkauf durch die beauftragte Maklerin RMC Rendite Management Concept GmbH von Andrea Stilp (51) aus Bechtsrieth ist nicht realisierbar, weil eine Verbriefung des Kaufes und damit die Zahlung des Kaufpreises daran scheitern, dass ein Teilungsnachtrag noch nicht ins Grundbuch eingetragen ist, "welcher aufgrund einer Tektur der ursprünglichen Bauplan-Unterlagen erforderlich wurde." So der Capital Store Invest GmbH Geschäftsführer Markus Fürst im Sommer 2018 bei der Veröffentlichung seines Geschäftsberichts 2017.

Am 27. Dezember 2018 veröffentlichte die BaFin folgende Firmenmitteilung der Capital Store Invest GmbH:

Zitat:


Zeitliche Verschiebung des Liquiditäts- und Ertragszuflusses aus realisierten Anlageobjekten

Emittentin: Capital Store Invest GmbH; Thölauer Straße 13, 95615 Marktredwitz

Vermögensanlagen: Nachrangdarlehen "CapStar One"

Veröffentlichungsdatum des Verkaufsprospektes: 04. Mai 2016

Mit den Mitteln aus der Emission wurde hauptsächlich ein Bauvorhaben (Errichtung von 28 Eigentumswohnungen/36 Tiefgaragenstellplätze) finanziert, welches im August diesen Jahres planmäßig fertig gestellt wurde. Für den Großteil der Wohnungen und Tiefgaragenstellplätze liegen bereits Reservierungen von Kaufinteressenten vor.

Der Abschluss notarieller Kaufverträge zum Abverkauf der Wohnungen - und somit die Generierung von liquiden Mitteln zur Rückzahlung bisher gekündigter Nachrangdarlehen - war bislang mangels Vollzug des Nachtrages zu der dem Wohnungseigentum zugrunde liegenden Teilungserklärung nicht möglich.

Um die grundbuchrechtlichen Voraussetzungen zum Abschluss notarieller Kaufverträge schnellstmöglich herbeiführen zu können, wurden durch die Bauherrin bereits im Mai diesen Jahres rechtliche Schritte eingeleitet und ein entsprechendes Klageverfahren angestrengt.

Aufgrund noch nicht abgeschlossener notarieller Kaufverträge konnten derzeit noch keine Veräußerungserlöse erwirtschaftet werden. Aus diesem Grund verfügt die Emittentin zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung noch über keine ausreichenden liquiden Mittel zur Rückzahlung gekündigter Nachrangdarlehen.

Insofern können vertragsgemäße Rückzahlungen ab dem 30.11.2018 derzeit nicht geleistet werden.

Solange keine Veräußerungserlöse erwirtschaftet werden können, ist die Fähigkeit der Emittentin erheblich beeinträchtigt, die Rückzahlung auf die Vermögensanlagen zu leisten.


Die BaFin geht bei dieser Erklärung vorsichtshalber auf Distanz:

Zitat:


Die inhaltliche Richtigkeit der veröffentlichten Tatsache unterliegt nicht der Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.


Bei den Strafermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof geht es insbesondere um zwei Unternehmen aus der Firmengruppe von Schaller und Fürst am Hauptsitz in Marktredwitz:

die Derivest GmbH und Nordkap Wohnbau GmbH, die Schaller und Fürst je zur Hälfte gehören.

Auch diese Firmen haben Nachrangdarlehen eingesammelt, für Trading- und Wohnprojekte.

Aber wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net aus gutunterrichteten Kreisen erfuhr, sollen die Firmen die Nachrangdarlehen angeboten haben und die Anleger nicht darüber aufgeklärt haben, dass die Firmen während des Zeitpunkts schon überschuldet waren.

Die Derivest GmbH war...

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