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Presse-Echo


22.11.2018
Finanzkonzept-Bayern.de/FHM München/PK Policen Konzept AG und die Finanzstürze des Christoph Furthner

ConventDas Team von Finanzkonzept-Bayern.de: der Österreicher Christoph Furthner (32) aus Mattsee im Salzburger Land, geschäftsführender Gesellschafter der PK Policen Konzept GmbH & Co KG und ihrer Muttergesellschaft FHM Fondshaus München Projekt GmbH, beide in der Antwerpener Straße 1 in München, und sein Vertriebspartner Reinhold Alois Geyer (56) aus Vierkirchen in Bayern, dessen Vermittlerfirma Fortitudo Verwaltungs GmbH aus Weiden in der Oberpfalz, an der das 2015 pleite gegangene FHM Fondshaus München GmbH zu 50 Prozent beteiligt war, seit dem 13. Februar 2018 von einem Ralf Kiener (49) aus Weiden liquidiert wird © Ausriss aus Finanzkonzept-Bayern.de Auch wenn der Österreicher Christoph Furthner (32) aus dem 3.300-Seelenort Mattsee im Salzburger Land schon während seines Studiums die "Liebe zur Finanzdienstleistung" entdeckt haben will, machen Furthner und sein langjähriger Vertriebspartner, der gelernte Genossenschaftsbanker Reinhold Alois Geyer (56) aus dem oberbayerischen Vierkirchen, in der realen Finanzwelt keine gute Figur.

» Furthner hat im September 2010 in der Prinzregentenstraße 124 in München seine MKV Münchener Kapital- und Vermögensverwaltung KG gegründet. Komplementär und Prokurist wurde Georg Michael Schweiger (53) aus München. Der erste Geschäftsführer Jürgen Gotthard Moorosch (67), ebenfalls aus München, war schon nach einem Jahr am 5. Oktober 2011 wieder zurückgetreten.

Das Unternehmen hatte Inhaber-Teilschuldverschreibungen an Anleger verkauft und mit einer Absicherung über eine Bankgarantie und eine Haftpflicht- und Ausfallversicherung geworben.

Nachdem Anleger ihr eingesetztes Kapital und die Zinsen nicht zum Fälligkeitstermin erhalten haben, zogen einige vor Gericht.

Höhepunkt: Das Oberlandesgericht München bestätigte mit Verfügung vom 1. September 2014 - 3 U 2814/14 ein Schadensersatzurteil des Landgerichts Traunstein aus demselben Jahr zugunsten einer Rosenheimer Anlegerin gegen den Treuhänder der MKV Münchener Kapital & Vermögensverwaltung KG.

Der Treuhänder, ein Rechtsanwalt aus Bad Reichenhall, hatte wohl schlampig gearbeitet und sich nicht darum gesorgt, dass Gelder wohl in dunklen Kanälen verschwunden sein sollen, wie GoMoPa berichtete.

» Auch Furthners seit 2009 vertriebene Genussrechte erwiesen sich als wertlos.

Der GoMoPa-Leser Abel Schiersch kommentierte das vermittelte Genussrecht an Furthners 2008 gegründeter FHM Fondshaus München GmbH aus der Haimhauserstraße 4 auf GoMoPa.net am 15. Oktober 2010 gar als

Zitat:


das Loch Ness Genußrecht (keiner hat es je gesehen, jeder spricht darüber).


ConventDas Team von der FHM Fondshaus München Projekt GmbH aus der Antwerpener Straße 1: der gelernte Genossenschaftsbanker Reinhold Alois Geyer (56, links) aus Vierkirchen in Oberbayern und der geschäftsführende Gesellschafter Christoph Furthner (32) aus Mattsee in Österreich © Ausriss aus Fondshaus-muenchen.com/unternehmen/menschen-und-wissen/ » Furthners 2012 aufgelegter erster und einziger Fonds FHM Sachwertportfolio 1 GmbH & Co. KG aus der Haimhauserstraße 1 in München dümpelt als Rohrkrepierer vor sich hin.

Der Fonds wollte in "hochwertige Immobilien und zukunftsträchtige neue Energien" investieren. Trotz Werbung mit "renommierten Partnern" wie Rene Reif The Real Estate Finance Consultants, einer Marke der Rene Reif Consulting GmbH aus der Widenmayerstraße 9 in München, als gewerblicher Immobilienfinanzierer oder wie der Rödl Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft aus der Kehrwieder 9 in Hamburg als Treuhandkommanditistin und Mittelverwendungskontrolleurin des Fonds konnten statt geplanter 10,5 Millionen Euro im Jahr 2013 nur 10.000 Euro platziert werden. Das Eigenkapital des Fonds fiel schließlich 2015 und 2016 auf 2.000 Euro.

Bei einem konstanten Jahres-Umsatzvermögen seit 2014 von 3.435 Euro stieg das Minus beim working capital von minus 3.712 Euro (2014) auf minus 26.769 Euro (2016). Die Schulden des Fonds kletterten von 7.146 Euro (2014) auf 30.203 Euro (2016).

» Am 15. Februar 2016 trat der alleinige Inhaber und Geschäftsführer der FHM Fondshaus München GmbH, Christoph Furthner, von seinem Posten zurück.

Das Emissionshaus wurde am 23. März 2016 von Amts wegen gelöscht.

Bereits am 3. November 2015 hatte das Amtsgericht München die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt (Aktenzeichen: 1506 IN 2457/15).

Der Österreicher versucht nun sein Glück in der Schweiz mit der PK Policen Konzept AG

Am 16. März 2017 übernahm Furthner im Schweizer Herisau (Walke 43) den sechs Jahre alten Bauträgermantel der Eichhofweg AG und nannte ihn in PK Policen Konzept AG um. Neuer Firmenzweck: Forderungserwerb von Lebens- und Rentenversicherungs-Policen am Zweitmarkt, Immobilienmaklerei und Prozesskostenfinanzierung. Furthner wurde Geschäftsführer. Verwaltungsrat der Schweizer Patrick Schmid aus Gaiserwald.

Convent© Ausriss aus Finanzkonzept-Bayern.de Ist die Schweizer PK Policen Konzept AG eine Expansion oder eher ein Ausweichen aus Deutschland?

Denn eigentlich hat ja Furthner schon eine Policen-Handelsfirma seit Oktober 2013 in Deutschland.

Sie hieß anfangs FHM Sachwertportfolio GmbH & Co. KG und saß wie der erfolglose Fonds FHM Sachwertportfolio 1 in der Haimhauserstraße 4 in München.

Inzwischen wurde die Firma in PK Policen Konzept GmbH & Co. KG umbenannt und der Sitz in die Antwerpener Straße 1 von München verlegt.

Alleinige Eigentümerin und Komplementärin (persönlich haftende Gesellschafterin) der Policenhändlerin PK Policen Konzept GmbH & Co. KG ist die im Jahr 2007 gegründete FHM Fondshaus München Projekt GmbH. Diese wiederum gehört zu 98 Prozent Christoph Furthner, der sie seit 2008 auch alleinig leitet. Die restlichen 2 Prozent gehören dem Münchener Steuerberater Björn Mebert, 49prozentiger Teilhaber der VAREP 3000 Vertriebsgesellschaft mbH aus Odelzhausen in Bayern, die von ihm inzwischen liquidiert wird.

Gegen die Policen-Händler-Komplementärin FHM Fondshaus München Projekt GmbH liegen Negativmerkmale vor:

Am 17. Mai 2016 musste ein Gerichtsvollzieher ohne Erfolg wieder abziehen: "Erkennbare Aussichtslosigkeit der Vollstreckung". Aktenzeichen: 00012738718.

Dennoch versprechen der geschäftsführende Gesellschafter der deutschen PK Policen Konzept GmbH & Co. KG, Christoph Furthner, und sein Vertriebspartner Reinhold Geyer den Inhabern von Lebens- und Rentenversicherungspolicen (auch bereits gekündigten) auf dem deutschen Internetauftritt Finanzkonzept-Bayern.de:

Zitat:


Bis zu 12,8% mehr Geld als bei einer Kündigung der Versicherung...

Günstiger als ein Dispositions-Kredit...

Schnelle Auszahlung des Kaufpreises (innerhalb von 21 Tagen!)


Und sie geben außerdem noch eine Höchstpreis-Garantie:

Zitat:


Was heisst Höchstpreisgarantie?

Wir garantieren Ihnen den höchsten Ankaufpreis für Ihre Versicherung, basierend auf dem Ankaufsvergleich aller Mitglieder des BVZL.

Mit anderen Worten: Sie werden nirgendwo mehr Geld für Ihren Vertrag bekommen als bei uns!


Der Haken an der Sache ist laut BVZL e.V. aus der Prinzregentenstraße 54 in München folgender:

Zitat:


Policenaufkäufer, die Mitglied im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen e. V. (BVZL) sind, verpflichten sich, Qualitätskriterien im Sinne eines aktiven Verbraucherschutzes (Leitfaden/Qualitätskriterien für den Verkauf deutscher Kapitalversicherungspolicen) zu erfüllen.

Unternehmen außerhalb des Verbandes, die sich nicht an diese Standards halten, sollten Verbraucher mit großer Vorsicht begegnen.

Die Versicherungsunternehmen (bis auf wenige Ausnahmen) arbeiten mittlerweile mit BVZL-Mitgliedsunternehmen im Interesse des Versicherungsnehmers konstruktiv und kooperativ zusammen.


Christoph Furthner und seine PK Policen Konzept GmbH & Co. KG ist kein Mitglied im BVZL e.V. und muss sich nicht an die Qualitätsvorgaben halten.

Der BVZL-Leitfaden empfiehlt beispielsweise:

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Es liegen 3 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

#167 - Kommentar von TEST am 27.11.2018 10:02
Verkauf für den Kunden oft steuerfrei

Kunden, die ihre Lebensversicherung verkaufen wollen, müssen in vielen Fällen keine Steuern zahlen. Entscheidend dafür, ob beim Verkauf Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag fällig wird, ist das Datum des Vertragsschlusses:

Vertragsbeginn vor dem Jahr 2005. Hier sind die Erträge beim Verkauf steuerfrei, wenn der Vertrag eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren hatte, und wenn der Kunde mindestens fünf Jahre Beiträge gezahlt hat. Für Verträge, die ab dem 31. März 1996 geschlossen wurden, gilt außerdem, dass ein Todesfallschutz in Höhe von mindestens 60 Prozent der Beitragssumme vereinbart worden sein muss. Sind diese Vorgaben nicht erfüllt, muss der Kunde die Differenz zwischen Kaufpreis und den insgesamt gezahlten Beiträgen versteuern.
Vertragsbeginn ab dem Jahr 2005. Hier zahlt der Verkäufer beim Verkauf Abgeltungssteuer. Der zu versteuernde Veräußerungsgewinn ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und den gezahlten Beiträgen. Übersteigt die Beitragssumme den Kaufpreis fallen keine Steuern an.
Aufkäufer müssen immer Steuern zahlen

Dagegen müssen die Firmen, die Policen kaufen, den Kauf immer beim Finanzamt abrechnen ? egal wie lange die Versicherung schon gelaufen ist. Kündigt der Käufer die Police, zieht die Versicherungsgesellschaft vom Rückkaufswert gleich die Kapitalertragssteuer und den Solidaritätszuschlag ab und zahlt dieses Geld ans Finanzamt. In den Vertragsbedingungen der Käufer, die die Police gleich nach dem Kauf kündigen und das Geld neu investieren, findet sich zwar ein Hinweis auf die Steuer. Weil der Kunde das Kleingedruckte aber häufig nicht ließt, ist ihm oft nicht bewusst, dass sie vom Kaufpreis abgezogen wird. So heißt es in den Bedingungen der Firma Proconcept AG, die unter den Namen LV-Doktor und AnkaufPlus Policen kauft, der Kaufpreis richte sich nach dem Netto-Betrag, den die Versicherungsgesellschaft auszahlt, ?nach Abzug von Steuern, Abgaben und Gebühren?. Auch den Kunden, die ihre Lebensversicherung schon vor 2005 abgeschlossen haben und die auch die anderen Voraussetzungen für eine Steuerfreiheit erfüllen, wird demnach die Steuer abgezogen. Und dies ?obwohl sie erst durch den Verkauf entsteht und dem Käufer durch Verrechnung mit der Körperschaftsteuer komplett erstattet wird?, kritisiert der Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL).

Kunden entgeht Steuererstattung

Die Erstattung kassiert also nicht der Kunde, sondern die Firma, die seine Police gekauft hat. Auch in den Vertragsbedingungen von anderen Firmen wie S&K Real Estate Value steht der Hinweis auf die Steuer im Kleingedruckten Lebensversicherung verkaufen: Vorsicht vor dubiosen Firmen. Die Frankfurter Firma teilte an Anfrage von test.de mit, dass sie seit Ende 2010 keine Lebensversicherungen mehr kauft. Besucher ihrer Internetseite werden jedoch weitergeleitet zur Firma Asset Trust AG. Sie wurde just Ende 2010, zwei Tage vor Heiligabend, gegründet, hat die gleiche Postanschrift und Telefonnummer wie die S&K - und kauft Lebensversicherungen. Das Geld aus den gekündigten Policen fließt ?zur Kapitalanlage direkt an die S&K Unternehmensgruppe?, erläutert S&K auf ihrer Website.

Vorsicht bei Ratenzahlung und hohen Gebühren

Wie S&K Real Estate Value zahlt auch Asset Trust den Kaufpreis in Raten. So bekam unser Tester von Asset Trust ein Angebot, bei dem die Firma etwas mehr als die Hälfte des Rückkaufswerts auf einen Schlag nach Abschluss des Kaufvertrages zahlt. Der verbleibende Rest soll verzinst und erst nach zehn Jahren ausgezahlt werden. Insgesamt bekäme unser Tester dann nach zehn Jahren insgesamt 33 Prozent mehr als der Rückkaufswert, den er bei einer Kündigung vom Versicherer erhalten hätte. Allerdings ist das Risiko enorm. Das Geld, das der Kunde in zehn Jahren bekommen soll, gilt als ?nachrangige Forderung?. Bei einer Krise des Unternehmens oder der Insolvenz werden erst die anderen Gläubiger bedient, erst danach die ?Nachrangforderungen? - falls dann noch Geld da ist. ?Es gibt also eine erhöhte Gefahr des Forderungsausfalls bis hin zum Totalverlust?, erläutert Asset Trust. Außerdem muss der Kunde beim Verkauf seiner Police an Asset Trust saftige ?Bearbeitungsgebühren? zahlen. Bei unserem Tester waren es mehr als 600 Euro.

?Schnell? Geld für einen hohen Preis

Auch die Firma Firma Pacta Invest GmbH kassiert hohe Beträge vom Rückkaufswert, den der Kunde vom Versicher bekäme, wenn er seinen Vertrag selbst kündigte. Liegt der Rückkaufswert bei mindestens 10 000 Euro, zieht das Unternehmen 5,5 Prozent ab. Liegt der Rückkaufswert zwischen 1 000 Euro und 9 999 Euro, werden 7,5 Prozent vom Rückkaufswert abgezogen, mindestens jedoch 295 Euro. Die Police für weniger als den Rückkaufswert verscherbeln - wer macht so etwas? Die Werbung von Pacta Invest zielt auf Kunden, die schnell Geld brauchen. ?In 20 Tagen? habe der Kunde sein Geld, verspricht die Firma in der Werbung. Diese Frist findest sich jedoch nicht in den Vertragsbedingungen. Darauf kommt es an, nicht auf die Werbung. Und für den Kunden ist ein Verkauf seiner Police zu einem geringeren Preis als den Rückkaufswert ein Verlustgeschäft.

Prozessfinanzierung mit Risiko

Eine ?Kündigungsgebühr? von 87,50 Euro verlangt die im Schweizer Steuerparadies Zug ansässige Firma Proconcept AG. Die Firma sagt den Kunden zu, beim Versicherer eine höhere Auszahlung als den Rückkaufswert herauszuholen. Die Versicherer hätten gegen europäisches Recht verstoßen, weil die Kunden erst nach Vertragsschluss die Bedingungen einsehen konnten. Um bei den Versicherern mehr Geld herauszuholen, klagt Proconcept vor Gericht. Bisher mit mäßigem Erfolg. Nach eigenen Angaben hat Proconcept bisher 215 Verfahren verloren und nur 22 gewonnen. Im Erfolgsfall soll der Kunde je nach Vertrag mit 25 Prozent oder mit 50 Prozent an allen ?künftigen Erstattungen? des Versicherers beteiligt werden. Der andere Teil fiele an Proconcept. Wählt der Kunde eine 50-prozentige Beteiligung, muss er zusätzlich zur ?Kündigungsgebühr? noch einmal 300 Euro Kostenbeteiligung an Proconcept zahlen. Ob der Versicherer jedoch überhaupt ?Erstattungen? über den Rückkaufswert hinaus leisten muss, ist ungewiss. Die Kunden sind ihre Policen in jedem Fall los.

[Update: 11.04.2012] Die Firma Proconcept will nicht nur einen höheren Rückkaufswert beim Versicherer herausholen. Sie versucht darüber hinaus ? nach eigenen Angaben notfalls auf dem Klageweg ? ?weitere Zahlungen zu erwirken?. Dabei hat das Unternehmen bis jetzt nicht nur 22 Verfahren gewonnen, sondern in weiteren 36 Verfahren einen Vergleich erzielt. Derzeit sind nach Angaben von Proconcept 33 Verfahren beim Bundesgerichtshof anhängig. Dort soll geklärt werden, ob die Versicherer ?Erstattungen? über den Rückkaufswert hinaus leisten müssen. [Ende Update]

Langes Warten auf den Rückkaufswert

Manche warten schon seit Monaten auf Geld, obwohl ihnen Prokonzept den Rückkaufswert ?sofort? und darüber hinaus ?bis zu 20 Prozent? mehr ?durch professionelle Kündigung? versprochen hat. Wenn Kunden nachfragen, werden sie mit Hinweis auf die ?langwierigen? Gerichtsprozesse vertröstet. Entsprechende E-Mails liegen test.de vor. Diese Kunden, die wenigstens mit der schnellen Kündigung ihres Vertrages und der schnellen Auszahlung des Rückkaufswerts durch Proconcept gerechnet haben, hängen nun in der Luft. Sie haben ihre Versicherung zwar an Proconcept verkauft, aber noch keinen Cent erhalten. Die Proconcept-Werbung ?Für Sie ist das Ganze absolut risikofrei? muss ihnen wie Hohn erscheinen.

#168 - Kommentar von Nepper Schlepper Bauernfänger am 27.11.2018 10:05
Angelockt und abgezockt. Mit hohen Zinsversprechen köderte Dr. Mayer & Cie die Besitzer von Kapitallebensversicherungen. Einen Teil der Kaufsumme zahlte das Unterneh?men aus, den Rest wollte Dr. Mayer in Raten abstottern. Pustekuchen. Schon nach der zweiten Rate warteten viele Betroffene vergebens. Stattdessen setzte sich Christina Simon mit dem ergaunerten Geld offenbar erst nach London und später in die Niederlande ab. Dort schnappten Ende 2011 Polizisten die dreiste Policenprellerin.

Die ehemalige Geschäftsführerin der Simon-Holding, zu der die insolvente Dr. Mayer & Cie gehörte, sitzt derzeit in Aachen in Untersuchungshaft. Es besteht dringender Tatverdacht, dass sie Secondhand-Policen beim Versicherer gekündigt hat und mit dem Geld türmte, statt Versicherten den Wert wie vereinbart ratenweise auszuzahlen. Nun steht das Ermittlungsverfahren (Az. 302 Js 908/10) wegen Betrugs kurz vor dem Abschluss. Laut Angaben der Bafin soll der Schaden rund eine Million Euro betragen. ?Uns liegen rund 300 Strafanzeigen vor?, sagt der zuständige Oberstaatsanwalt Robert Deller. Das dürfte aber nur die Spitze des Eisbergs sein. Denn meist bemerken Versicherte erst sehr spät, dass man sie über den Tisch gezogen hat.

Dr. Mayer & Cie ist leider kein Einzelfall. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) warnt vor Betrug beim Verkauf von Lebensversicherungen und spricht von einem ?neuen Phänomen der Abzocke?. Laut der Aufsichtsbehörde tummeln sich bundesweit 60 verdächtige Aufkäufer, die das an sich saubere Geschäft mit dem Ankauf von Lebensversicherungen aus zweiter Hand unterwandern und in Misskredit bringen.

Provisionenschinderei
Anders als etwa seriöse Aufkäufer wie Policen Direkt, Cashlife, Life Bond und Mercurius, die gebrauchte Policen weiterführen und so die Schlussgewinnanteile und die Beteiligung an den stillen Reserven des Lebensversicherers kassieren, die nur fällig sind, wenn der Vertrag durchgehalten wird, kündigen dubiose Käufer die Police nach dem Kauf beim Versicherer. Das dadurch erlöste Geld behalten sie für sich oder investieren es anderweitig, um Gebühren und Provisionen zu schinden.



Für diese Bauernfänger ist der ?Policenzweitmarkt ein lukratives Revier zum Wildern. Insgesamt existieren in Deutschland 93 Millionen Lebensversicherungsverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 30 Jahren. Fast jede zweite Police wird vor Ablauf beim Versicherer gekündigt oder ? wie seit 1999 möglich ? auf dem Zweitmarkt verkauft. So kauften im Jahr 2011 Mitglieder des Bundesverbands Vermögensanlage im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) Verträge im Wert von 200 Millionen Euro auf. Das ist deutlich mehr als 2010.

Blendende Renditeversprechen
Die Masche der Abzocker ist immer dieselbe. Die Anbieter nutzen finanzielle Engpässe von Versicherten aus und versprechen hohe Renditen über Rückkaufswert. ?Nur selten werden zehn Prozent und mehr erreicht?, dämpft Ulf Spielmann, Geschäftsführer vom Anbieter Life?Finance, die Erwartungen. ?In der Regel liegt die Rendite zwischen drei und acht Prozent?, fügt er hinzu.

Für Ingo Wichelhaus, Fachbereichsleiter Deutschland beim BVZL, gibt es zwei Geschäftsmodelle der Abzocker. Die erste Variante ist sehr fragwürdig. Die Bauernfänger machen mit dem Geld etwas anderes. ?Sie kassieren für die Kündigung der Police eine Gebühr. Die dann noch verbleibende Liquidität investieren sie für den Kunden in andere An?lagen, etwa in nachrangige Schuldverschreibungen, um beim Neu?abschluss erneut Provisionen zu schinden?, weiß Wichelhaus.

Das bestätigt auch Ulf Spielmann von LifeFinance. ?Es gibt eine Reihe von Angeboten zum Ankauf von Lebensversicherungen, bei denen nicht die Fortführung der Police, sondern die Kündigung und ein Reinvestment in andere Produkte im Vordergrund steht.?

Wird der verflüssigte Rückkaufswert jedoch wieder vom Ankäufer angelegt, ist das ein genehmigungspflichtiges Einlagegeschäft. Weil manche Anbieter die hierfür erforderliche Lizenz nicht haben, ordnete die Bafin an, dass die unerlaubten Geschäfte abgewickelt werden müssen. So wie bei der inzwischen ebenfalls insolventen Pecunia-Concept beziehungsweise der früheren S?&?K Sachwert Vertriebs AG und der Garantie-Wert geschehen.

Sofortige und komplette Zahlung

Im zweiten Fall will man einfach Gebühren schinden. ?Finger weg von Käufern, die für ein Angebot eine Gebühr verlangen?, warnt Ulf Spielmann von LifeFinance. Mitglieder des BVZL prüfen die Police kostenlos und erstellen gratis ein Angebot. Kennzeichnend für seriöse Anbieter sind laut Ingo Wichelhaus ?die sofortige Auszahlung des Kaufpreises in einer Summe, nicht irgendwann oder abgestottert in Raten, und der Beibehalt des Todesfallschutzes?. Ratsam ist es, wenn der Verkauf über einen unabhängigen Treuhänder abgewickelt wird. Der Verband hat zehn Qualitätskriterien zusammengestellt, die für den Verkauf deutscher Kapitallebensversicherungspolicen zu beachten sind (siehe Tipps).

Eine Alternative zum Verkauf kann die Beleihung einer Kapital?lebensversicherung sein. Hierbei zahlen die Versicherungen das Kapital im Voraus aus, der Versicherungsschutz bleibt bestehen. Wichtig: Die Police gilt als Sicherheit. Die Bonität spielt keine Rolle. Ein Schufa-Eintrag erfolgt nicht. Auch kann der Versicherer das Policendarlehen nicht an andere Kreditinstitute weitergeben. Seriöse Versicherungsgesellschaften zahlen das Darlehen in einer Summe aus.

Meist kann man auch jederzeit vollständig das Dar?lehen tilgen. Beim Anbieter Life?Finance beispielsweise kostet die Beleihung einer Police bis Ende Juni ?effektiv 4,1 Prozent jährlich. Das ist weniger, als für einen üblichen Ratenkredit von der Bank oder von der Versicherung zu berappen ist.

10 Verkaufsgebote für Versicherte

Grundsätzlich sollte sich jeder Policenbesitzer fragen, ob ein Verkauf seiner Versicherung ratsam ist. Kommt eine Alternative nicht infrage, hat der Bundesverband Vermögens?anlage im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) Qualitätskriterien für den Verkauf von Kapitallebensversicherungen verfasst:

1. Der Rückkaufswert sollte nie unter 10.000 Euro liegen.
2. Der Käufer sollte seine Erfahrung dokumentieren.
3. Der Policenkäufer sollte liquide sein, um den versprochenen Kaufpreis sofort und komplett auszahlen zu können.
4. Gibt es externe Qualitäts?bewertungen?
5. Auf jeden Fall vorab klären, ob eine Bearbeitungsgebühr für die Prüfung anfällt.
6. Prüfen, ob der Verkauf auch über einen Treuhänder abgewickelt werden kann.
7. Wer verkauft, sollte niemals eine ratenweise Auszahlung des Kaufpreises akzeptieren.
8. Auch wenn der Versicherte die Kapitallebensversicherung verkauft, bleibt er versichert und behält den Todesfallschutz.
9. Die Abwicklung sollte schnell erfolgen, und Versicherte sollten laufend informiert werden.
10. Die Rendite sollte zwischen drei und acht Prozent liegen.

#169 - Kommentar von Faker am 28.11.2018 09:39
Hier, wie immer bei Furthner wird alles gefaket und gefälscht: http://www.policen-konzept.de/kundenmeinungen/ hinter sämtlichen Einträgen steht kein einziger zufriedener Kunde. Der Kerl ist ein großer Abzocker - sonst nichts!!!!


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