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Presse-Echo


11.06.2019
publity AG: Aktie kein Zockerpapier mehr - First Berlin gibt Kaufempfehlung und Kursziel 44 Euro

ConventDie publity AG-Lenker aus dem OpernTurm in der Bockenheimer Landstraße 2 bis 4 in Frankfurt am Main von links nach rechts: Prokurist Stephan Kunath (32) aus Leipzig, Großaktionär und CEO Thomas Olek (50) aus Frankfurt am Main und COO Rechtsanwalt Frank Schneider (55) aus Leipzig © Pressefotos publity.org Vor zwei Jahren schuf sich der Frankfurter Büroimmobilien-Manager Thomas Olek (50) mit einem sehr attraktiven Produkt seine eigene Konkurrenz zur börsennotierten publity AG.

Im Mai 2017 stockte Olek eine 30 Millionen Euro Wandelanleihe 2015/2020 um 20 Millionen auf bislang erreichte rund 47 Millionen Euro auf. Der damals schon beachtliche Jahreszins von 3,5 Prozent aus dem Jahr 2015 wurde im Jahr 2018 auf 7 Prozent verdoppelt. Auch diese Anleihe wird wie die publity AG an der Börse gehandelt.

Etliche institutionelle Investoren warfen plötzlich große publity-Aktienpakete mit Leerverkäufen aufs Frankfurter Börsenparkett, um in die Unternehmensanleihe einzusteigen. Oder umgekehrt sei einer der drei großen Anleiheinvestoren mit der Aktie short gegangen - "quasi als Hedge für den Wandler".

Und als Olek anfang letzten Jahres auch noch in einer Gewinnwarnung bekanntgab, dass der Gewinn der publity AG für das zurückliegende Geschäftsjahr 2017 um rund die Hälfte kleiner ausfallen werde (rund 11,2 Millionen Euro) als im Jahr 2016 (rund 23,1 Millionen Euro), weil Immobilien-Exits im Umfang von 280 Millionen Euro sich ins Jahr 2018 hineinverzögern würden und erst da in der Bilanz auftauchen werden, war das Maß für die Börsen-Anleger fast voll.

Als publity auch noch das selbst gesteckte Ziel von 5,2 Milliarden Euro Assets under Management verfehlte und wegen erhöhter Marktpreise in B-Lagen vom 12-Fachen der Nettokaltmiete auf das 15 bis 16-Fache "nur" auf 4,6 Milliarden Euro Assets under Management kam, lief das Börsenfass über. Die publity Aktie fiel plötzlich um zwei Drittel auf etwas über 12 Euro.

Der frühere Bankenberater Olek konnte die Börsenabstrafung allerdings überhaupt nicht nachvollziehen.

Im März 2018 sagte er dem Magazin DER AKTIONÄR aus Kulmbach in Bayern:

Publity sei "gar nicht tot, wie viele behaupten. Im Gegenteil: Es sei eine "gesunde Firma mit niedrigen Kosten und einer ordentlichen Gewinnmarge".

Olek weiter:

Zitat:


Die Firma ist jetzt absolut unterbewertet. Wer jetzt nicht einsteigt, ist selber schuld!


DER AKTIONÄR wollte das Olek nicht glauben und warnte:

Zitat:


Publity ist damit allenfalls etwas für Zocker.


Olek dagegen glaubte an sich. So sehr, dass er nicht nur im Sommer des vergangenen Jahres eine Kapitalerhöhung um 40,5 Millionen Euro durchboxte und am 30. Oktober 2018 rund 3,8 Millionen neue Aktien zu den bereits bestehenden rund 6 Millionen Aktien auf den Markt warf.

Er wurde selbst Mehrheitsaktionär der publity AG.

Er erhöhte als Vorstand seinen eigenen Aktienanteil an der publity AG über seine TO Holding 2 GmbH aus der Marie-Curie-Straße 30 in Frankfurt und seine TO-Holding GmbH aus der Hochstraße 44 bis 46 ebenfalls in Frankfurt auf mittlerweile 72 Prozent. Und fast täglich gibt es neue Pflicht-Meldungen über weitere publity-Aktienkäufe seiner TO- Holding GmbH.

Olek sollte mit seiner Unterbewertungs-Einschätzung Recht behalten: Die publity AG ist wieder Börsenliebling.

Die First Berlin Equity Research hat die Kaufempfehlung für die Aktie der publity AG am 5. Juni 2019 in einem Research Update bestätigt und das Kursziel von 30 Euro vom Januar 2019 auf nunmehr 44 Euro erhöht.

Die Aktie notiert inzwischen tatsächlich mittlerweile wie in alten Hochzeiten bei rund 35 Euro.

Aber Olek bekam den Sieg nicht geschenkt. Er schuf Fakten.

Fakt 1: Die Zielmarke 5 Milliarden Euro Assets under Management wurde bereits Ende 2018 geknackt.

Die publity AG hat unter anderem zwei neue Asset Management Mandate gewonnen, mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro.

Einer davon ist einer der führenden US Investmentgesellschaften mit Sitz in New York. Dessen Asset Management Auftrag lautet auf insgesamt zehn Büroimmobilien mit einer Gesamtmietfläche von rund 115.000 Quadratmetern an den Standorten Eschborn, Köln, Wetzlar, Norderstedt, Gelsenkirchen, Bremerhaven, Langenfeld, Mühlheim und Stuttgart.

Zudem wurde publity von diesem Auftraggeber für den Ausbau des Portfolios auf bis zu 25 Objekte mandatiert.

Von einem weiteren institutionellen Investor wurde publity das Asset Management von fünf Büroimmobilien mit einer Gesamtmietfläche von rund 100.000 Quadratmetern übertragen.

Daraus folgt: Die publity erwartet für 2019 eine Steigerung ihres IFRS-Konzernüberschusses auf rund 50 Millionen Euro - eine Verdopplung gegenüber 2018.

Fakt 2: publity AG kann nach der Streichung der Aktiendividende für das Jahr 2017 nun für das Jahr 2018 eine Dividende von 1,50 Euro ausschütten. Das entspricht rund der Hälfte des 2018 erzielten Gewinns pro Aktie.

So etwas mögen Börsen-Anleger. Womit Olek die amerikanischen Hedgefonds wie Elliott überzeugen konnte, bei der Stange zu bleiben, und neue Investoren hinzugewinnen konnte, lesen Sie im zweiten Teil der publity-Aktien-Story. Außerdem hat Olek ein neues Geschäftsfeld entdeckt, das ihm einen weiteren Kick beschert. Nun denn...

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