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Presse-Echo


05.06.2020
Schwarzer Freitag für Wirecard AG, Aschheim: Razzia wegen Marktmanipulations-Verdachts gegen 4 Chefs

ConventVor der deutschen Finanzmarktaufsicht BaFin hat bereits der Londoner Hedgefonds und Shortseller TCI bei der Staatsanwaltschaft München I Strafanzeige gegen Verantwortliche der Wirecard AG aus Aschheim gestellt. An erster Stelle betroffen ist der Österreicher und Großaktionär Dr. Markus Braun (50, Zweiter von links) aus München, der dem Konzern seit 2002 als Vorstandsvorsitzender vorsteht. Zum Vorstand gehören unter anderem Aktionär und Finanzvorstand Alexander von Knoop (48, links) aus Steingau, der Österreicher, Aktionär und COO Jan Marsalek (40, Zweiter von rechts) aus München und CPO Susanne Steidl (49) aus München © Pressefoto Wirecard AG und Ausriss aus Wirecard.de Es war ein schwarzer Freitag für den bayerischen Zahlungsabwickler Wirecard AG.

Seit den Morgenstunden des 5. Juni 2020 durchsuchten Ermittler der Staatsanwaltschaft München I die Zentrale des börsennotierten DAX-Konzerns im Einsteinring 35 in Aschheim bei München. Dies bestätigte die Wirecard AG um 18:03 Uhr in einer Ad-hoc-Mitteilung.

Im Frankfurter Späthandel rauschte der Wirecard-Aktienkurs daraufhin in die Tiefe - um rund zwölf Prozent auf 84,50 Euro.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft München I: Verdacht auf Marktmanipulation gegen alle vier Vorstände.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft I bestätigte dem Handelsblatt:

Zitat:


Wir können Ihnen bestätigen, dass vor wenigen Tagen eine Strafanzeige der Bafin gegen Verantwortliche der Wirecard wegen des Verdachtes der Marktmanipulation bei der Staatsanwaltschaft München I einging.

Der Verdacht beruht darauf, dass die Verantwortlichen der Wirecard durch die Ad-hoc-Mitteilungen vom 12.03.20 und vom 22.04.20 irreführende Signale für den Börsenpreis der Aktien der Wirecard AG gegeben haben könnten.


Die Sprecherin weiter:

Zitat:


Die Staatsanwaltschaft München I hat daraufhin ein Verfahren gegen den gesamten Vorstand, vier Beschuldigte, eingeleitet und seit heute früh am Firmensitz in Aschheim durchsucht.


Die Ermittlungen richten sich demnach gegen Firmenchef und Großaktionär Dr. Markus Braun, Finanzchef Alexander von Knoop, den für das operative Geschäft zuständige Jan Marsalek und gegen die Produktvorständin Susanne Steidl.

Wirecard betonte in der Ad-hoc-Meldung diesen Umstand:

Zitat:


Die Ermittlungen richten sich nicht gegen die Gesellschaft, sondern gegen ihre Vorstandsmitglieder.


Doch der Vorstand, so eine Firmensprecherin, sei:


Lesen Sie im geschlossenen Teil dieses Artikels unter anderem, dass dem obersten Wirecard-Lenker Dr. Markus Braun weiterer BaFin-Ärger wegen jüngster eigener massiver Aktienkäufe droht.

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