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25.09.2020
Deutsche Biofonds AG - Haci Ali Köysüren - will GoMoPa auf 250 Mio. Euro Schadensersatz verklagen

ConventEin Wasserwerk in der Türkei blieb für die Anleger der Deutschen Biofonds AG aus Mainz nur ein Traum © Samsun Türkei Tasperre Altinkaya pixabay.com In ihren besten Zeiten residierte die Deutsche Biofonds AG in einer Prunkvilla an der Hamburger Außenalster im feinen Harvestehude (Harvestehuder Weg 48).

Heute ist sie im Büro des Mainzer Strafverteidigers Johannes Hock zwischen TÜV Rheinland und einem ALDI SÜD (An der Krimm 21) untergekommen.

Nicht ohne Grund wechselte der Firmensitz zu einem Strafverteidiger, spezialisiert auf Untreue. Der alte Vorstand Dr. Yaver Demir (51) aus Erlangen sitzt hinter Gittern und trat am 8. Mai 2019 offiziell zurück.

Und der neue Vorstand Haci Ali Köysuren (54) aus Cakaya Ankara in der Türkei, der die Geschäfte im April 2020 übernahm, will GoMoPa auf 250 Millionen Euro Schadensersatz verklagen, wie er in einer "Abmahnung" vor wenigen Tagen mitteilte, wenn GoMoPa nicht folgende Passagen aus dem Artikel "Deutsche Biofonds AG: Gründer Dr. Yavir Demir zu 7 Jahren Haft verurteilt" vom 7. Januar 2018 löscht:

1. "Die Vermittler standen bei ihm Schlange. Wer auch nur einen einzigen Anleger an den angeblichen Türkei-Wasserkraftwerkserbauer Dr. Yaver Demir (49) aus dem bayerischen Erlangen vermittelte, hatte sofort mindestens 8.437,50 Euro Provision verdient."

Anmerkung GoMoPa: Die Mindestanlage war 225.000 Euro. Das vom Anleger zu zahlende Agio für den Vertrieb machte 3,75 Prozent. Der Vermittler bekam also für jeden Anleger mindestens genau 8.437,50 Euro Provision.

2. "hat Dr. Demir kein einziges Wasserkraftwerk gebaut und wohl auch nicht einmal realistisch geplant".

Anmerkung GoMoPa. Die Aussage entstammt dem Wissenstand von Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann von der Kanzlei ADWUS Rechtsanwälte aus Nürnberg. Der teilte im Januar 2016 mit:

Zitat:


Nach dem hier weiter vorliegenden Informationsstand hat die Deutsche Biofonds Unternehmensgruppe weder Referenzprojekte an Wasserkraftwerken in der Türkei aufzuweisen, noch waren solche in dem Umfang wie im jeweiligen Anlageprospekt geschildet geplant, geschweige denn lagen die entsprechenden behördlichen Genehmigungen hierfür vor.


3. "Ob Dr. Demir tatsächlich 230 Millionen Euro von Investoren erhalten hat, ist nicht gewiss."

Anmerkung GoMoPa: Die letzte veröffentlichte Bilanz der 2008 gegründeten Deutschen Biofonds AG wurde für das Jahr 2012 erstellt. Dort wurde zum Ende 2012 ein Jahresfehlbetrag von rund minus 1,2 Millionen Euro ausggewiesen, für das Jahr davor rund minus 1 Million Euro.

Mehrere Wasserkraftwerke in der Türkei wollte der Deutsche Biofonds AG-Initiator und Ex-Vorstand Dr. Yavier Demir bauen, gründete Fonds und begab Nachrangdarlehen. Das Geld der Anleger ist wahrscheinlich weg. 600 bis 700 Geschädigte sind es, sagen Verbraucherschützer. Sie glaubten, Wasserkraftwerke am türkischen Fluss Batman zu finanzieren.

Den ersten Ärger gab es schon bei Prospektherausgabe im Jahr 2012:

Lesen Sie im geschlossenen Teil dieses Artikels auch, was der Bautzener Anlegeranwalt Jens Reime herausgefunden hat.

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