GoMoPa: Verkaufsverbot für Anleihe 2020/2022 der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG
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21.12.2020
Verkaufsverbot für Anleihe 2020/2022 der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG

ConventNach einem Genussrechte-Flop verbot nun die BaFin am 28. November 2020 den Verkauf der Firmenanleihe der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG aus dem Berliner Europacenter für den Bau einer Zander-Zuchthalle in Mecklenburg-Vorpommern © pixabay.com Seit dem 30. November 2020 darf die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG ihre Anleihe 2020/2022 nicht mehr öffentlich in Deutschland verkaufen.

Das gab heute die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin bekannt.

Der Gründer und Geschäftsführer des Berliner Startups aus dem Europacenter, Hans Joachim Acksteiner (66), hatte seit dem 19. Oktober 2020 von der BaFin Zeit bekommen, für seine knapp 8 Millionen Euro schwere Firmenanleihe von der BaFin ein Wertpapier-Informationsblatt genehmigen zu lassen und dann für die Vertriebler, denen er 15 Prozent Provision zahlt, und deren Anleger zu veröffentlichen, wie GoMoPa berichtete.

Das tat er offensichtlich nicht. Das ist insofern unverständlich, weil Acksteiner zwischenzeitlich über den PR-Mann Paul Federer aus Bergisch Gladbach am 21. Oktober 2020 auf Vestorscapital.com behaupten ließ, niemand (auch GoMoPa nicht) würde das Geschäftsmodell Aquakultur der Deutsche Edelfisch kritisieren.

Vielmehr würden GoMoPa und DieBewertung aus Leipzig versuchen, so die die dreiste Falsch-Behauptung, das Berliner Startup wegen "Petitessen" zu erpressen.

Wahrheitswidrig wird behauptet: GoMoPa-CEO Klaus Maurischat würde sich in den USA verstecken.

Und Thomas Bremer, Chefredakteur von DieBewertung, wird mit den Worten verleumdet:

Zitat:


Dieser besagte Bremer rühmt sich nun, die Firma DEUTSCHE EDELFISCH bei der BaFin angezeigt zu haben.

Vorwurf: Sie würden angeblich Finanzanlagen öffentlich anbieten, was aber offenbar nicht der Fall ist.

Die BaFin veröffentlicht derartige Falschanzeigen sofort auf ihrer Website, ohne eine Stellungnahme der betroffenen Firma abzuwarten, ein geschäftsschädigender Skandal, aber offensichtlich dürfen die das.


Also nur eine Formalie? Warum kommt dann das Wertpapier-Informationsblatt nicht?

Fürchtet Acksteiner, später haftbar gemacht zu werden? Denn die BaFin schreibt:

Zitat:


Bei unrichtigen oder unvollständigen Angaben im Prospekt oder dem Wertpapier-Informationsblatt kann eine Haftung der Prospektverantwortlichen gemäß §§ 9 bzw. 10 WpPG oder §§ 13 bzw. 15 WpPG bestehen.


Aber auch die Stiftung Warentest wurde von PR-Mann Paul Federer (nach eigenen Angaben Mitglied bei der Journalistengewerkschaft DJV-NRW) im Auftrag von Hans Joachim Ackstein am 23. Oktober 2020 bösartig auf Unternehmen-heute.de aus Pinnow in Mecklenburg-Vorpommern angegriffen:

Zitat:


Falschmeldung von Stiftung Warentest - Die BaFin warnt nicht vor "DEUTSCHE EDELFISCH"


Doch tat sie bereits am 19. Oktober 2020. Und zwar in ihrer Rubrik "Warnungen & Aktuelles... Deutsche Edelfisch..."

Und GoMoPa hat zum Geschäftsmodell sehr wohl Fragen, die der Gründer und Geschäftsführer Acksteiner aber allesamt unbeantwortet ließ.

Acksteiner hat bereits im letzten Jahr 162.000 Euro plus 8.000 Euro Agio von Anlegern eingesammelt. Eine Halle in Mecklenburg-Vorpommern für eine Zander-Mastanlage hat er nicht angemietet.

Nun wollte er mit neuem Anleihegeld die Halle angeblich selber bauen.

GoMoPa wollte zum Beispiel von dem ehemaligen Fitnessstudio-Betreiber Acksteiner wissen:

1. Die erste Genussrechte-Einsammelrunde mit Prospekt vom 23. Oktober 2017 war ein Flop. Was waren die Ursachen?

Acksteiner: Keine Antwort.

2. Warum konnten Sie trotz Provisionen von 15 Prozent keinen Vertrieb aufbauen oder gewinnen?

Acksteiner: Keine Antwort.

3. Sie haben mit Darlehen aus eigener Tasche der Gesellschafter das Projekt am Leben gehalten.

In Ihrer Not mussten Sie aber das Wertvollste, nämlich Ihre gesamte Vorplanung für eine Zander-Indoor-Aquakultur-Kreislaufanlage, im Sommer 2018 an einen außenstehenden Privatinvestor verkaufen, der nun ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern eine Zander-Masthalle errichten will.

Praktisch in Konkurrenz zu Ihnen. Der hohe Verbraucher-Endpreis von 15 Euro für 1 Kilo Lebend-Zander ist nur deshalb so hoch, weil sich das Zanderanbebot seit 2005 halbiert hat.

Mit einer Zander-Schwemme in Mecklenburg-Pommern müssen Sie auch mit einem Preisverfall rechnen, so dass sich selbst Ihr Hotel- und Restaurantabgabe-Kampfpreis von 8 Euro für die Abnehmer nicht mehr rechnet. Wie wollen Sie die garantierten 8 Prozent Basiszins ab 2020 (und rückwirkend 3 bis 7,5 Prozent ab 2017) sowie den Gewinnzins von 3 Prozent ab 2023 erwirtschaften?

Acksteiner: Keine Antwort.

4. Warum haben Sie auch dieses Mal keinen Platzierungsgarantiegeber finden können?

Wenn die Privainvestoren nicht die anvisierte Emission von 8,9 Millionen Euro erreichen, kann Ihre Kreislauf-Anlage nicht gebaut werden. Und das eingezahlte Kapital muss bei dieser Lage von Ihnen auch nicht zurückgezahlt werden.

Acksteiner: Keine Antwort.

5. Sie sagen, in Ihrem geschlossenen Kreislauf bestehe so gut wie kein Krankheitsrisiko, weshalb sie keine Antibiotika einsetzen und wegen der Bioreaktoren auch gar nicht können, aber Sie kaufen doch die Setzlinge ausschließlich aus umweltbelasteten Wildgewässern? Und holen sich die Krankheiten frei Haus?

Acksteiner: Keine Antwort.

6. Warum gibt es keine Mittelverwendungskontrolle?

Acksteiner: Keine Antwort.

7. In der Schweizer Vorzeigeanlage profitieren Sie von einer im Überfluss vorhandenen natürlichen Wärmequelle (heiße Quelle am Lötschbergtunnel). Eine ähnliche Energiequelle gibt es in Ludwigslust nicht. Wie lösen Sie diesen Widerspruch?

Acksteiner: Keine Antwort.

8. Die wissenschaftliche Leitung im Management der Emittentin obliegt einem Dr. sc. agr. Paul-Daniel Sindilariu. Über welche beruflichen Erfahrungen verfügt Dr. Sindilariu?

Acksteiner: Keine Antwort (auch nicht in den Prospektunterlagen).

9. Mit welchen Fischabfällen wollen Sie das vorgesehene vegane Fischfutter für die Zander, die sich in der Natur von kleinen Fischen ernähren, genießbar machen? Kann ein Zander bei dieser Ernährung überhaupt noch nach Zander schmecken?

Acksteiner: Keine Antwort.

10. Einerseits sichern Sie sich in den Prospekten über die ZKSC Management AG eine Gewinnentnahme zu, andererseits sichern Sie sich bei Ausscheiden als Manager eine Freistellung für die Inanspruchnahme durch Gläubiger zu. Sehen Sie darin nicht eine starke Benachteiligung für die Anleger?

Acksteiner: Keine Antwort.

11. Warum lassen Sie erst ab einer Mindesteinlage von 100.000 Euro Anleger als Kommanditisten mit allen Mitspracherechten über die Verwendung der Gelder zu?

Acksteiner: Keine Antwort.

12. Was hat es mit der Schweizer Muttergesellschaft ZKSC AG in Meggen auf sich, warum gehen Sie als Berliner mit Projekt in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt einen Umweg über die Schweiz?

Acksteiner: Keine Antwort.

13. Wie ist der aktuelle Einwerbungsstand, wie viele Anleger haben Genussrechte und Kommanditanteile inzwischen gezeichnet?

Auch darüber hüllt sich Acksteiner in Schweigen.

Stattdessen urteilte Acksteiner über die Presseberichterstattung auf Unternehmen-heute.de am 23. Oktober 2020:

Zitat:


Damit wird der Eindruck erweckt, wir seien Betrüger.


Die Abmahnung des Anwalts der DEUTSCHE EDELFISCH an die "Stiftung Warentest" sollte angeblich unterwegs sein.

Am 30. November 2020 kam von der BaFin aber nun nicht mehr nur eine Warnung, sondern jetzt gleich das öffentliche Verkaufsverbot für die Deutsche Edelfisch Anleihe 2020/2022. Acksteiners Website Edelfisch-Investment.com befindet sich im Wartungsmodus. Nun denn...

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Es liegen 6 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

#43 - Kommentar von BaFin am 22.12.2020 11:21
Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019

der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin

I. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft beabsichtigt seit Gründung, eine geschlossene Kreislaufanlage in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) für die Zucht des Speisefisches ?Zander? zu errichten. Die Vorrichtungen für die Gewinnung der für die Produktion erforderlichen Wärme und des für die Produktion erforderlichen Stroms aus Erdwärme und Solarenergie werden ebenfalls Teil der Anlage sein.

Geschlossene Kreislaufanlagen bestehen bereits bei Wettbewerbern aus der Schweiz und werden dort rentabel betrieben. In den Zuchtbecken wachsen die zu züchtenden Fische in geschlossenen Kreislaufanlagen auf. Die Fische sind damit unabhängig von natürlichen Wasserquellen und deren Verschmutzungen sowie chemischen Substanzen. Das Wasser wird unter konstanter Sauerstoffzufuhr durch die Anlage gepumpt und passiert dann einen mechanischen Filter (sog. Trommelfilter), der die Schwebstoffe (Entsorgung von Futterresten und Exkrementen) aussiebt. Bioreaktoren wandeln das fischgiftige Ammonium in Nitrat um, Eiweiß-Abschäumer entfernen die restlichen Stoffwechselprodukte. Ferner sind Denitrifikationsfilter vorhanden, um den Nitratgehalt zu senken, und UV-Anlagen, um die Keime abzutöten. Das Wasser soll dem Grundwasser entnommen werden. Dazu sollen auf dem Grundstück, auf dem die Kreislaufanlage errichtet wird, Bohrungen durchgeführt werden, um Grundwasserquellen zu erkunden. Als Standort der Anlage ist ein Industriegebiet in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) vorgesehen. Die anzumietende Halle wird eine Größe von ca. 6.000qm haben. Es ist weiterhin beabsichtigt, die für die Produktion erforderliche Wärme und den für die Produktion erforderlichen Strom aus Erdwärme zu erzielen, auch um von Drittanbietern wie z.B. Heizkraftwerken unabhängig zu sein. Zusätzlich ist die Errichtung von Solarspeichern auf dem Dach der Halle geplant.

Die Gesellschaft soll im Wesentlichen durch die Ausgabe von Genussrechten i.H.v. insgesamt ? 8,9 Millionen finanziert werden.

II. Wirtschaftsbericht

Im Geschäftsjahr 2019 bestand die Hauptgeschäftstätigkeit der Gesellschaft darin, durch das aufgebaute Vertriebsnetzwerk die Finanzierung des Projekts durch Aufnahme eines neuen Kommanditisten und Ausgabe der Genussscheine voranzutreiben. Die Vorbereitungen für den Bau der Anlage wurden weiter vorangetrieben.

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2019 wird im Wesentlichen durch Aufwendungen für die Erweiterung des und Provisionszahlungen an das Finanzvertriebsnetzes, für Werbematerialien sowie durch die rechtliche Beratung, die in diesem Zusammenhang angefallen ist, bestimmt. Erträge wurden im Jahr 2019 nicht erzielt, da diese erst nach Fertigstellung der Anlage zu realisieren sind. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2019 beträgt TEUR 239,2.

Die Vermögenslage zum 31.12.2019 wird wesentlich bestimmt durch Bankguthaben i.H.v. TEUR 89, die Einlage eines neuen Kommanditisten TEUR 100 sowie ausgegebene Genussscheine i.H.v. TEUR 162. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen i.W. Vorsteuerrückerstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt sowie ein Verrechnungskonto mit dem Geschäftsführer. Das Kommanditkapital wurde im Jahr 2019 durch Aufnahme eines neuen Kommanditisten von TEUR 12,5 auf TEUR 112,5 erhöht und ist in voller Höhe einbezahlt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in einer Höhe von TEUR 8,8. Die bestehenden Verbindlichkeiten betreffen ein nachrangiges Darlehen über TEUR 75 gegenüber einer Kommanditistin sowie über TEUR 13 gegenüber der Komplementärin

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte auch in 2019 i.W. durch Darlehen der Kommanditisten und durch die ausgegebenen Genussrechte.

Das zum Vorjahr bestehende negative bilanzielle Eigenkapital konnte trotz Zuweisung des Jahresverlustes 2019 auf die Kapitaleinlage der Kommanditisten durch das Genussrechtskapital und die Kapitalrücklage beseitigt werden.

III. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Prognosebericht und Chancen

Die Gesellschaft sieht in Deutschland weiterhin ein erhebliches Marktpotential für nachhaltig produzierte Süßwasser-Speisefische. Die Gesellschaft positioniert im Bereich der ökologisch nachhaltigen Firmen. Dies soll das Unternehmen noch interessanter machen für Investoren, die auf Nachhaltigkeit setzen. Hierzu präsentiert man sich im gesamten Bundesgebiet auf Messen aus dem Bereich ?grünes? Geld. Die Nachfrage nach Produkten aus der ?Heimat? wird in Zeiten, in denen internationale Lieferketten durch geschlossene Grenzen z.T. unterbrochen sind, mittel- und langfristig weiter ansteigen. Eine Beeinträchtigung durch die ?Covid19?-Restriktionen besteht für die Gesellschaft nicht.

Der Aufbau des Vertriebsnetzes hat sich länger hingezogen als geplant. Dies liegt vor allem daran, dass sich nur wenige Agenturen mit dem Vertrieb von Genussscheinen befassen und auch an dem für viele Anleger noch ungewöhnlichen Anlagegut. Das Interesse und die Akzeptanz an der Anlagemöglichkeit haben im zweiten Halbjahr 2019 deutlich zugenommen.

Auf Grund der Verzögerung im Rahmen des Vertriebsnetzaufbaus für die Genussscheine plant die Gesellschaft, den Bau der Kreislaufanlage im Jahr 2020 zu beginnen, und diese im ersten Quartal 2021 in Betrieb zu nehmen. Im Geschäftsjahr 2021 sollen ca. 94 Tonnen schlachtreifer Fisch, im Geschäftsjahr 2022 ca. 435 Tonnen schlachtreifer Fisch und ab dem Geschäftsjahr 2023 ca. 700 Tonnen schlachtreifer Fisch pro Jahr produziert werden. Die Gesellschaft plant auf dieser Basis mit Umsatzerlösen i.H.v. Euro 0,9 Mio. in 2021, Euro 4,3 Mio. in 2022 und ? 6,9 Mio. in 2023. Auf dieser Basis soll erstmals in 2023 ein positiver Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 383 (vor Genussrechtsverzinsung) erzielt werden.

Neben der Ausgabe von Genussscheinen und Aufnahme von neuen Kommanditisten ist auch weiterhin die Beantragung von Fördergeldern des Landes Mecklenburg-Vorpommern geplant. Mit den zuständigen Stellen, die im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der Fischerei, Aquakultur und Fischwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern eine Förderung bis zu 35% der Gesamtinvestitionen in Aussicht stellen, befindet man sich in aussichtsreichen Verhandlungen.

2. Risikobericht

Der tatsächliche Vertrieb ist im Jahr 2019 später als geplant angelaufen. Die ursprünglich für das Jahr 2020 geplante Produktion von schlachtreifen Fischen wird sich erst im Jahr 2021 realisieren lassen.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist weiterhin davon abhängig, dass die Kommanditisten die Finanzierung der Gesellschaft durch zusätzliche Gesellschafterdarlehen bzw. Eigenkapitalmaßnahmen sicherstellen, bis durch die Vermarktung von Genussrechten ausreichend Finanzmittel zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit eingeworben wurden.

Die Realisierung des Geschäftsmodelles und der damit verbundenen Investitionen ist davon abhängig, dass während der Gültigkeit des Verkaufsprospektes wie geplant Euro 8,9 Millionen Genussrechte eingeworben werden können ( Platzierungsrisiko).

Die Gesellschaft ist weiterhin ein junges Unternehmen, das noch keine wirtschaftlichen Ergebnisse vorzuweisen hat, die die Richtigkeit des Geschäftskonzeptes belegen können ( Start-up Risiko). Neben allgemeinen Planabweichungen sind insbesondere Risiken bei der Errichtung der geplanten Kreislaufanlage (Baurisiken, Umsetzung der technischen Konzeption der Kreislaufanlage etc.) sowie zukünftige Betriebsrisiken möglich.

IV. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft betätigt sich im Jahr 2019 nicht in der Forschung und Entwicklung.

V. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält im Jahr 2019 keine Zweigniederlassungen.

VI. Angaben gemäß § 24 Abs. 1 VermAnlG

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 wurden keine Vergütungen gem. § 24 Abs. 1 VermAnlG gezahlt.



Berlin, den 03. August 2020

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG
vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung

Hans Joachim Acksteiner

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 335,00 839,00
I. Sachanlagen 335,00 839,00
B. Umlaufvermögen 104.904,75 44.332,00
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.366,23 22.656,88
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 89.538,52 21.675,12
C. nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil von Kommanditisten 269.851,81 130.678,83
Bilanzsumme, Summe Aktiva 375.091,56 175.849,83
Passiva

31.12.2019
EUR 31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 270.500,00 100.000,00
I. Rücklagen 270.500,00 100.000,00
B. Rückstellungen 6.405,01 1.550,00
C. Verbindlichkeiten 98.186,55 74.299,83
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 98.186,55 74.299,83
Bilanzsumme, Summe Passiva 375.091,56 175.849,83
Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 ? 31.12.2019
EUR 1.1.2018 ? 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 80,00 60.000,00
2. Personalaufwand 27.614,12 23.542,44
a) Löhne und Gehälter 19.339,06 18.870,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.275,06 4.672,44
3. Abschreibungen 504,00 1.714,92
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 504,00 1.714,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 209.609,85 124.112,22
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.525,01 0,00
6. Jahresfehlbetrag 239.172,98 89.369,58
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019

der Deutschen Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG wurde im Juni 2017 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRA 53768 B eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Kleinstkapitalgesellschaft gem. § 267a HGB i.V.m. § 264a HGB.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten bis 800,00 ? betragen, werden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Angaben zum Genussrechtskapital

Im Geschäftsjahr 2019 wurde Genussrechtskapital i.H.v. insgesamt TEUR 162 ausgegeben. Die ausgegebenen Genussrechte erhalten eine gestaffelte Basisverzinsung, die für die Jahre 2019 6% und 2020 7% beträgt. Der Anspruch auf Auszahlung des Basiszinses entsteht nur dann und insoweit, als sich dadurch kein Jahresfehlbetrag ergibt. Für das Jahr 2019 ergibt sich kein Anspruch auf Auszahlung. Für nicht bediente Basiszinsansprüche besteht ein Nachzahlungsanspruch aus den Jahresüberschüssen aus folgenden Geschäftsjahren. Darüber hinaus ist jedes Genussrecht ab dem Geschäftsjahr 2019 an für jedes volle Geschäftsjahr der Gesellschaft vorbehaltlich eines ausreichenden Jahresüberschusses in Höhe von ? 0,03 am Jahresüberschuss der Gesellschaft beteiligt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist angefügt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen betreffen Forderungen gegen den Geschäftsführer (6,8 T?), Umsatzsteuerforderungen gegen das Finanzamt (7,1 T?) und im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer (1,4 T?). Die liquiden Mittel betreffen das laufende Geschäftskonto.

Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen Aufwendungen für die zukünftige Verzinsung des Genussrechtskapitals (1,7 T?) sowie Kosten für die Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2019 und Buchführungskosten (4,7 T?).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (8,8 T?), Darlehen einer Kommanditistin (75,0 T?), ein Darlehen der Komplementärin Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH (13,6 T?) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer (0,7 T?).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Kapitalrücklage

Im Jahr 2019 wurden im Rahmen der Ausgabe der Genussrechte eingenommene Agios in Höhe von 8.000,00 ? in die Kapitalrücklage eingezahlt.

Die Überschuldung zum 31.12.2018 wurde im Jahr 2019 durch eigenkapitalbildende Maßnahmen geheilt.

V. Persönlich haftender Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter ist die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH, Berlin, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 25.

VI. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch die Komplementärin Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH geführt.

Die Geschäftsführung der Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH erfolgte in 2019 durch Herrn Hans Joachim Acksteiner.



Berlin, 30. April 2020

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung

Hans Joachim Acksteiner

vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH,

sonstige Berichtsbestandteile

Erklärung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2019 der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II Kg

Die gesetzlichen Vertreter versichern, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II Kg so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben ist.



Berlin, den 10. August 2020

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG
vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung Hans Joachim Acksteiner



Berlin, 18.09.2020

gez. Hans Joachim Acksteiner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin:

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss ? bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang ? unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin, für das Geschäftsjahr 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 2019.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.



Berlin, den 10. August 2020

Dohm und Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Oliver Dohm, Wirtschaftsprüfer

#44 - Kommentar von BaFin am 22.12.2020 11:22
Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019

der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin

I. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft beabsichtigt seit Gründung, eine geschlossene Kreislaufanlage in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) für die Zucht des Speisefisches ?Zander? zu errichten. Die Vorrichtungen für die Gewinnung der für die Produktion erforderlichen Wärme und des für die Produktion erforderlichen Stroms aus Erdwärme und Solarenergie werden ebenfalls Teil der Anlage sein.

Geschlossene Kreislaufanlagen bestehen bereits bei Wettbewerbern aus der Schweiz und werden dort rentabel betrieben. In den Zuchtbecken wachsen die zu züchtenden Fische in geschlossenen Kreislaufanlagen auf. Die Fische sind damit unabhängig von natürlichen Wasserquellen und deren Verschmutzungen sowie chemischen Substanzen. Das Wasser wird unter konstanter Sauerstoffzufuhr durch die Anlage gepumpt und passiert dann einen mechanischen Filter (sog. Trommelfilter), der die Schwebstoffe (Entsorgung von Futterresten und Exkrementen) aussiebt. Bioreaktoren wandeln das fischgiftige Ammonium in Nitrat um, Eiweiß-Abschäumer entfernen die restlichen Stoffwechselprodukte. Ferner sind Denitrifikationsfilter vorhanden, um den Nitratgehalt zu senken, und UV-Anlagen, um die Keime abzutöten. Das Wasser soll dem Grundwasser entnommen werden. Dazu sollen auf dem Grundstück, auf dem die Kreislaufanlage errichtet wird, Bohrungen durchgeführt werden, um Grundwasserquellen zu erkunden. Als Standort der Anlage ist ein Industriegebiet in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) vorgesehen. Die anzumietende Halle wird eine Größe von ca. 6.000qm haben. Es ist weiterhin beabsichtigt, die für die Produktion erforderliche Wärme und den für die Produktion erforderlichen Strom aus Erdwärme zu erzielen, auch um von Drittanbietern wie z.B. Heizkraftwerken unabhängig zu sein. Zusätzlich ist die Errichtung von Solarspeichern auf dem Dach der Halle geplant.

Die Gesellschaft soll im Wesentlichen durch die Ausgabe von Genussrechten i.H.v. insgesamt ? 8,9 Millionen finanziert werden.

II. Wirtschaftsbericht

Im Geschäftsjahr 2019 bestand die Hauptgeschäftstätigkeit der Gesellschaft darin, durch das aufgebaute Vertriebsnetzwerk die Finanzierung des Projekts durch Aufnahme eines neuen Kommanditisten und Ausgabe der Genussscheine voranzutreiben. Die Vorbereitungen für den Bau der Anlage wurden weiter vorangetrieben.

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2019 wird im Wesentlichen durch Aufwendungen für die Erweiterung des und Provisionszahlungen an das Finanzvertriebsnetzes, für Werbematerialien sowie durch die rechtliche Beratung, die in diesem Zusammenhang angefallen ist, bestimmt. Erträge wurden im Jahr 2019 nicht erzielt, da diese erst nach Fertigstellung der Anlage zu realisieren sind. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2019 beträgt TEUR 239,2.

Die Vermögenslage zum 31.12.2019 wird wesentlich bestimmt durch Bankguthaben i.H.v. TEUR 89, die Einlage eines neuen Kommanditisten TEUR 100 sowie ausgegebene Genussscheine i.H.v. TEUR 162. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen i.W. Vorsteuerrückerstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt sowie ein Verrechnungskonto mit dem Geschäftsführer. Das Kommanditkapital wurde im Jahr 2019 durch Aufnahme eines neuen Kommanditisten von TEUR 12,5 auf TEUR 112,5 erhöht und ist in voller Höhe einbezahlt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in einer Höhe von TEUR 8,8. Die bestehenden Verbindlichkeiten betreffen ein nachrangiges Darlehen über TEUR 75 gegenüber einer Kommanditistin sowie über TEUR 13 gegenüber der Komplementärin

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte auch in 2019 i.W. durch Darlehen der Kommanditisten und durch die ausgegebenen Genussrechte.

Das zum Vorjahr bestehende negative bilanzielle Eigenkapital konnte trotz Zuweisung des Jahresverlustes 2019 auf die Kapitaleinlage der Kommanditisten durch das Genussrechtskapital und die Kapitalrücklage beseitigt werden.

III. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Prognosebericht und Chancen

Die Gesellschaft sieht in Deutschland weiterhin ein erhebliches Marktpotential für nachhaltig produzierte Süßwasser-Speisefische. Die Gesellschaft positioniert im Bereich der ökologisch nachhaltigen Firmen. Dies soll das Unternehmen noch interessanter machen für Investoren, die auf Nachhaltigkeit setzen. Hierzu präsentiert man sich im gesamten Bundesgebiet auf Messen aus dem Bereich ?grünes? Geld. Die Nachfrage nach Produkten aus der ?Heimat? wird in Zeiten, in denen internationale Lieferketten durch geschlossene Grenzen z.T. unterbrochen sind, mittel- und langfristig weiter ansteigen. Eine Beeinträchtigung durch die ?Covid19?-Restriktionen besteht für die Gesellschaft nicht.

Der Aufbau des Vertriebsnetzes hat sich länger hingezogen als geplant. Dies liegt vor allem daran, dass sich nur wenige Agenturen mit dem Vertrieb von Genussscheinen befassen und auch an dem für viele Anleger noch ungewöhnlichen Anlagegut. Das Interesse und die Akzeptanz an der Anlagemöglichkeit haben im zweiten Halbjahr 2019 deutlich zugenommen.

Auf Grund der Verzögerung im Rahmen des Vertriebsnetzaufbaus für die Genussscheine plant die Gesellschaft, den Bau der Kreislaufanlage im Jahr 2020 zu beginnen, und diese im ersten Quartal 2021 in Betrieb zu nehmen. Im Geschäftsjahr 2021 sollen ca. 94 Tonnen schlachtreifer Fisch, im Geschäftsjahr 2022 ca. 435 Tonnen schlachtreifer Fisch und ab dem Geschäftsjahr 2023 ca. 700 Tonnen schlachtreifer Fisch pro Jahr produziert werden. Die Gesellschaft plant auf dieser Basis mit Umsatzerlösen i.H.v. Euro 0,9 Mio. in 2021, Euro 4,3 Mio. in 2022 und ? 6,9 Mio. in 2023. Auf dieser Basis soll erstmals in 2023 ein positiver Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 383 (vor Genussrechtsverzinsung) erzielt werden.

Neben der Ausgabe von Genussscheinen und Aufnahme von neuen Kommanditisten ist auch weiterhin die Beantragung von Fördergeldern des Landes Mecklenburg-Vorpommern geplant. Mit den zuständigen Stellen, die im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der Fischerei, Aquakultur und Fischwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern eine Förderung bis zu 35% der Gesamtinvestitionen in Aussicht stellen, befindet man sich in aussichtsreichen Verhandlungen.

2. Risikobericht

Der tatsächliche Vertrieb ist im Jahr 2019 später als geplant angelaufen. Die ursprünglich für das Jahr 2020 geplante Produktion von schlachtreifen Fischen wird sich erst im Jahr 2021 realisieren lassen.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist weiterhin davon abhängig, dass die Kommanditisten die Finanzierung der Gesellschaft durch zusätzliche Gesellschafterdarlehen bzw. Eigenkapitalmaßnahmen sicherstellen, bis durch die Vermarktung von Genussrechten ausreichend Finanzmittel zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit eingeworben wurden.

Die Realisierung des Geschäftsmodelles und der damit verbundenen Investitionen ist davon abhängig, dass während der Gültigkeit des Verkaufsprospektes wie geplant Euro 8,9 Millionen Genussrechte eingeworben werden können ( Platzierungsrisiko).

Die Gesellschaft ist weiterhin ein junges Unternehmen, das noch keine wirtschaftlichen Ergebnisse vorzuweisen hat, die die Richtigkeit des Geschäftskonzeptes belegen können ( Start-up Risiko). Neben allgemeinen Planabweichungen sind insbesondere Risiken bei der Errichtung der geplanten Kreislaufanlage (Baurisiken, Umsetzung der technischen Konzeption der Kreislaufanlage etc.) sowie zukünftige Betriebsrisiken möglich.

IV. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft betätigt sich im Jahr 2019 nicht in der Forschung und Entwicklung.

V. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält im Jahr 2019 keine Zweigniederlassungen.

VI. Angaben gemäß § 24 Abs. 1 VermAnlG

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 wurden keine Vergütungen gem. § 24 Abs. 1 VermAnlG gezahlt.



Berlin, den 03. August 2020

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG
vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung

Hans Joachim Acksteiner

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 335,00 839,00
I. Sachanlagen 335,00 839,00
B. Umlaufvermögen 104.904,75 44.332,00
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.366,23 22.656,88
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 89.538,52 21.675,12
C. nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil von Kommanditisten 269.851,81 130.678,83
Bilanzsumme, Summe Aktiva 375.091,56 175.849,83
Passiva

31.12.2019
EUR 31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 270.500,00 100.000,00
I. Rücklagen 270.500,00 100.000,00
B. Rückstellungen 6.405,01 1.550,00
C. Verbindlichkeiten 98.186,55 74.299,83
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 98.186,55 74.299,83
Bilanzsumme, Summe Passiva 375.091,56 175.849,83
Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 ? 31.12.2019
EUR 1.1.2018 ? 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 80,00 60.000,00
2. Personalaufwand 27.614,12 23.542,44
a) Löhne und Gehälter 19.339,06 18.870,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.275,06 4.672,44
3. Abschreibungen 504,00 1.714,92
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 504,00 1.714,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 209.609,85 124.112,22
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.525,01 0,00
6. Jahresfehlbetrag 239.172,98 89.369,58
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019

der Deutschen Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG wurde im Juni 2017 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRA 53768 B eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Kleinstkapitalgesellschaft gem. § 267a HGB i.V.m. § 264a HGB.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten bis 800,00 ? betragen, werden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Angaben zum Genussrechtskapital

Im Geschäftsjahr 2019 wurde Genussrechtskapital i.H.v. insgesamt TEUR 162 ausgegeben. Die ausgegebenen Genussrechte erhalten eine gestaffelte Basisverzinsung, die für die Jahre 2019 6% und 2020 7% beträgt. Der Anspruch auf Auszahlung des Basiszinses entsteht nur dann und insoweit, als sich dadurch kein Jahresfehlbetrag ergibt. Für das Jahr 2019 ergibt sich kein Anspruch auf Auszahlung. Für nicht bediente Basiszinsansprüche besteht ein Nachzahlungsanspruch aus den Jahresüberschüssen aus folgenden Geschäftsjahren. Darüber hinaus ist jedes Genussrecht ab dem Geschäftsjahr 2019 an für jedes volle Geschäftsjahr der Gesellschaft vorbehaltlich eines ausreichenden Jahresüberschusses in Höhe von ? 0,03 am Jahresüberschuss der Gesellschaft beteiligt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist angefügt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen betreffen Forderungen gegen den Geschäftsführer (6,8 T?), Umsatzsteuerforderungen gegen das Finanzamt (7,1 T?) und im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer (1,4 T?). Die liquiden Mittel betreffen das laufende Geschäftskonto.

Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen Aufwendungen für die zukünftige Verzinsung des Genussrechtskapitals (1,7 T?) sowie Kosten für die Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2019 und Buchführungskosten (4,7 T?).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (8,8 T?), Darlehen einer Kommanditistin (75,0 T?), ein Darlehen der Komplementärin Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH (13,6 T?) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer (0,7 T?).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Kapitalrücklage

Im Jahr 2019 wurden im Rahmen der Ausgabe der Genussrechte eingenommene Agios in Höhe von 8.000,00 ? in die Kapitalrücklage eingezahlt.

Die Überschuldung zum 31.12.2018 wurde im Jahr 2019 durch eigenkapitalbildende Maßnahmen geheilt.

V. Persönlich haftender Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter ist die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH, Berlin, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 25.

VI. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch die Komplementärin Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH geführt.

Die Geschäftsführung der Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH erfolgte in 2019 durch Herrn Hans Joachim Acksteiner.



Berlin, 30. April 2020

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung

Hans Joachim Acksteiner

vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH,

sonstige Berichtsbestandteile

Erklärung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2019 der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II Kg

Die gesetzlichen Vertreter versichern, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II Kg so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben ist.



Berlin, den 10. August 2020

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG
vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung Hans Joachim Acksteiner



Berlin, 18.09.2020

gez. Hans Joachim Acksteiner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin:

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss ? bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang ? unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin, für das Geschäftsjahr 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 2019.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.



Berlin, den 10. August 2020

Dohm und Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Oliver Dohm, Wirtschaftsprüfer

#45 - Kommentar von test.de am 22.12.2020 12:12
Mitte 2020 hat die Stiftung Warentest die Deutsche Edel?fisch DEG aus Berlin auf ihre ?Warnliste Geldanlage gesetzt. Grund: Die Firma hatte nicht ausreichend über die Risiken eines Genuss?rechts aufgeklärt. Seit heute warnt auch die Bundes?anstalt für Finanz?dienst?leistungs?aufsicht (Bafin): Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass die DEG Anleihen ohne das dafür vorgeschriebene Wert?papier-Informations?blatt (WIB) anbiete.

Bafin: Verstoß gegen das Wert?papier?prospektgesetz

Laut Aufsicht verstößt die Deutsche Edel?fisch DEG GmbH & Co. II KG mit der Heraus?gabe von Wert?papieren in Form von Schuld?verschreibungen (unter der Bezeichnung ?Anleihe 2020/2022?) gegen das Wert?papier?prospektgesetz (WpPG). Das WpPG schreibt für in Deutsch?land öffent?lich angebotene Wert?papiere ein Wert?papier-Informations?blatt (WIB) vor, das von der Aufsicht gestattet werden muss. Die DEG habe der Aufsicht allerdings keine WIB zur Veröffent?lichung vorgelegt, so die Bafin.

Unseriöse Werbung über das Internetportal: ?ich investiere grün?

Die Stiftung Warentest hatte die DEG bereits Mitte Juli 2020 wegen unseriöser Werbung für ein riskantes Genuss?recht kritisiert (?Fiese Abzocke mit angeblichen Topzinsen). Damals wurde Anlegern, die sich für einen über das Internetportal ?ich investiere grün? beworbenen Fest?zins von 3,5 % bis 7,5% interes?sierten, unter anderem das mit Risiken behaftete Genuss?recht der DEG angeboten.

#46 - Kommentar von test.de am 22.12.2020 12:19
Mitte 2020 hat die Stiftung Warentest die Deutsche Edel?fisch DEG aus Berlin auf ihre ?Warnliste Geldanlage gesetzt. Grund: Die Firma hatte nicht ausreichend über die Risiken eines Genuss?rechts aufgeklärt. Seit heute warnt auch die Bundes?anstalt für Finanz?dienst?leistungs?aufsicht (Bafin): Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass die DEG Anleihen ohne das dafür vorgeschriebene Wert?papier-Informations?blatt (WIB) anbiete.

Bafin: Verstoß gegen das Wert?papier?prospektgesetz

Laut Aufsicht verstößt die Deutsche Edel?fisch DEG GmbH & Co. II KG mit der Heraus?gabe von Wert?papieren in Form von Schuld?verschreibungen (unter der Bezeichnung ?Anleihe 2020/2022?) gegen das Wert?papier?prospektgesetz (WpPG). Das WpPG schreibt für in Deutsch?land öffent?lich angebotene Wert?papiere ein Wert?papier-Informations?blatt (WIB) vor, das von der Aufsicht gestattet werden muss. Die DEG habe der Aufsicht allerdings keine WIB zur Veröffent?lichung vorgelegt, so die Bafin.

Unseriöse Werbung über das Internetportal: ?ich investiere grün?

Die Stiftung Warentest hatte die DEG bereits Mitte Juli 2020 wegen unseriöser Werbung für ein riskantes Genuss?recht kritisiert (?Fiese Abzocke mit angeblichen Topzinsen). Damals wurde Anlegern, die sich für einen über das Internetportal ?ich investiere grün? beworbenen Fest?zins von 3,5 % bis 7,5% interes?sierten, unter anderem das mit Risiken behaftete Genuss?recht der DEG angeboten.

#47 - Kommentar von test.de am 22.12.2020 12:30
Mitte 2020 hat die Stiftung Warentest die Deutsche Edel?fisch DEG aus Berlin auf ihre ?Warnliste Geldanlage gesetzt. Grund: Die Firma hatte nicht ausreichend über die Risiken eines Genuss?rechts aufgeklärt. Seit heute warnt auch die Bundes?anstalt für Finanz?dienst?leistungs?aufsicht (Bafin): Es bestehe der hinreichende Verdacht, dass die DEG Anleihen ohne das dafür vorgeschriebene Wert?papier-Informations?blatt (WIB) anbiete.

Bafin: Verstoß gegen das Wert?papier?prospektgesetz

Laut Aufsicht verstößt die Deutsche Edel?fisch DEG GmbH & Co. II KG mit der Heraus?gabe von Wert?papieren in Form von Schuld?verschreibungen (unter der Bezeichnung ?Anleihe 2020/2022?) gegen das Wert?papier?prospektgesetz (WpPG). Das WpPG schreibt für in Deutsch?land öffent?lich angebotene Wert?papiere ein Wert?papier-Informations?blatt (WIB) vor, das von der Aufsicht gestattet werden muss. Die DEG habe der Aufsicht allerdings keine WIB zur Veröffent?lichung vorgelegt, so die Bafin.

Unseriöse Werbung über das Internetportal: ?ich investiere grün?

Die Stiftung Warentest hatte die DEG bereits Mitte Juli 2020 wegen unseriöser Werbung für ein riskantes Genuss?recht kritisiert (?Fiese Abzocke mit angeblichen Topzinsen). Damals wurde Anlegern, die sich für einen über das Internetportal ?ich investiere grün? beworbenen Fest?zins von 3,5 % bis 7,5% interes?sierten, unter anderem das mit Risiken behaftete Genuss?recht der DEG angeboten.

#48 - Kommentar von P.Nerb am 22.12.2020 12:42
Neue Werteanalyse von Philip Nerb - Deutsche Edelfisch mit grottenschlechter Kommunikation, Bewertung mangelhaft
  
Die Deutsche Edelfisch möchte in großem Stil Aquakulturanlagen für Edelfische errichten / Dank fehlendem Vertrieb und völlig unprofessioneller Kommunikation stellt das Angebot sehr wahrscheinlich eine Totgeburt dar


(lifePR) (Füllinsdorf, 02.10.18 ) Die Deutsche Edelfisch hat sich Großes auf die Fahnen geschrieben ? den großvolumigen Nachfrageüberhang nach dem Edelfisch Zander mittels in sich geschlossener Aquakulturanlagen zu befriedigen.

An sich ist der Projektgedanke überzeugend:
Das Marktumfeld weist mehrere außergewöhnliche Parameter auf: Neben einer weltweit steigenden Nachfrage nach Zander schrumpft das Angebot in Europa dank Überfischung. Aquakulturen in Meeresbuchten bringen massive Gefahren für die Umwelt mit sich, auch die Qualität der Fische ist suboptimal. Die Kaufpreise sind hoch; eine Züchtung ist schwierig und nur unter sehr professionellen Bedingungen möglich; Zander überzeugt mit einem sehr guten Futter-Ertrags-Verhältnis. Die Deutsche Edelfisch wird Zander in einer geschlossenen Kreislaufanlage in Mecklenburg-Vorpommern züchten. Dabei sollen keinerlei Abwässer anfallen, da sämtliche Ausscheidungen der Fische ausgefiltert werden. Über Geothermiepumpen ? parallel zu den Grundwasserpumpen ?? soll eigener Strom erzeugt werden, so daß die Anlage quasi völlig autonom wäre. Als sehr ansprechend empfinde ich den quasi ewigen geschlossenen Kreislauf der Anlage. Dank der permanenten Filtration über Bioreaktoren und der Anreicherung mit Sauerstoff und Nährwerten entfällt die Notwendigkeit einer Frischwasserzufuhr ? wie sie beispielsweise in Frutigen erfolgt. Das Marktumfeld ist offensichtlich sehr positiv: Werden für den Endverbraucher ? laut einfacher Internetrecherche ? für ein Kilo Frischfisch zwischen ? 18,50 und ? 34,50 aufgerufen, so liegt die Deutsche Edelfisch mit geplanten ? 12 für den Endverbraucher deutlich unter diesem Korridor. Für gewerbliche Kunden werden zwischen ? 8 und ? 10 prognostiziert. Damit ergeben sich ausreichende Sicherheitsreserven in der Planung. Geht man von den erwarteten 500 bis 2.000t Ertrag aus der Züchtung aus, wird die Deutsche Edelfisch eine ernstzunehmende Marktposition erringen ? der jährliche Fangertrag für Westeuropa soll bei rund 456t/Jahr liegen. Spannend am Konzept ist auch das unerschöpfliche Potential: Mit der Erfahrung und den künftigen Referenzanlagen lassen sich beliebig Konzeptkopien errichten ? und das weltweit.

Mangelhafte Kommunikation und unseriöses Vertragsgebahren:
?Die Deutsche Edelfisch verkauft eine spannende Geschichte, die Hand und Fuß hat. Leider weist das Projekt zwei massive Schwächen auf: Der fehlende Vertrieb läßt das Projekt sehr wahrscheinlich zu einer Totgeburt werden. Zum Zweiten ist Herr Acksteiner als Projektleiter völlig unprofessionell in seiner Kommunikation. Wenn ich als Analyst über Wochen auf Rückmeldungen warten muß, ist dies schon einmal ein schlechtes Zeichen. Wenn dann aber Herr Acksteiner einen klaren Dienstleistungsvertrag ? beauftragt war, aus der ohne Auftrag erstellten Analyse einen 1-Seiter zu gestalten -, dann läuten alle Alarmglocken! Wenn ein Unternehmen derart unseriös im Kleinen agiert, wie sehr stehen dann die Anlegergelder künftig im Feuer, wenn es zu Schwierigkeiten kommen sollte? Oder noch schlimmer ? was mag geschehen, wenn ein Herr Acksteiner einmal tatsächlich mit seinen Anlegern kommunizieren muß??, fragt Philip Nerb ironisch nach seiner persönlichen Erfahrung mit der Anbieterin.

Philip Nerb schreibt in seiner Analyse:
?Genußrechte beteiligen den Kapitalgeber mittelbar an der Unternehmensentwicklung. Geht die Investitionsstrategie auf, erhält der Anleger die geplante Verzinsung, tritt der Insolvenzfall ein, steht er ganz am Ende der Schlange der Anspruchsteller, geht damit, aller Wahrscheinlichkeit nach, leer aus. Allerdings sind die Risikoszenarien beruhigend, da eine überhohe Mortalität ebenso eingerechnet ist wie sehr konservative Marktpreise. Die Anlagestrategie ist nachvollziehbar. Auch wenn die Transparenz auf Projektebene hoch ist, hat der Kapitalgeber keinen Einfluß auf die Projektentwicklung. Da der Projektleiter Acksteiner sich mir gegenüber als unzuverlässig und unfähig zur Kommunikation erwiesen hat, kann ich einen Privatanleger nur warnen, eine Beteiligung einzugehen. Derart unseriöses Verhalten hat im Bereich Publikumsofferten nichts zu suchen. Auch das fehlende Vertriebsnetz sorgt für ein massives Risiko ? würde das Angebot nicht plaziert, stünde das ganze Konzept vor einer Totgeburt. ?

Die zusammenfassende Meinung von Philip Nerb:
Summa summarum halte ich das Angebot ?Genußrecht? der Deutschen Edelfisch DEG Capital GmbH, Berlin, für indiskutabel. Die Konzeption an sich ist durchdacht und erprobt. Die nachweislich hohe technische Expertise gepaart mit einer einzigartigen Marktsituation sorgt für ein gutes Risiko-Profil. Neben dem fehlenden Vertrieb stellt die indiskutabel mangelhafte und unseriöse Kommunikation der Verantwortlichen ein klares Warnzeichen gegen eine etwaige Beteiligung. Meiner Meinung nach verdient das Angebot eine Bewertung mit ?indiskutabel? (5).

Die vollständige Analyse steht unter https://www.werteanalysen.de/Analyse/543.html zum Abruf bereit.

Internet: https://werteanalysen.de/


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