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Presse-Echo


24.02.2021
Masken-Millionäre Luca Steffen + Jascha Rudolphi (Emix Trading AG) - Wucher-Anzeige, Strafverfahren

ConventDie beiden Schweizer Luca Steffen (23, im kleinen Foto links) und Jascha Rudolphi (23) wurden in der Corona-Krise zu Multimillionären, davor waren sie Vorstände der Jungen SVP Kanton Zürich, die gegen Misstände durch Ausländer kämpft © Ausrisse aus Blick.ch / Emix Trading AG vom 18. Februar 2021 und JSVP-JH.ch/klartext vom 20. Oktober 2020 Die Schweizer Masken-Jungmillionäre Luca Steffen (links) und Jascha Rudolphi (rechts), beide 23, und der Züricher Wirtschaftsanwalt Peter Ackermann (62) sollen mit ihrer Zuger Graumarkt-Handelsfirma Emix Trading AG die weltweite Corona-Masken-Notlage im vergangenen Jahr ausgenutzt und unter anderem dem deutschen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU), den Ländern Bayern und NRW und der Schweizer Armee FFP2- und Hygienmasken zu solch hohen Preisen verkauft haben, dass ein Züricher Anwalt Ende letzten Jahres bei der Züricher Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen illegalen Wuchers eingereicht hat.

Die Züricher Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit Schutzmasken-Verkäufen der Emix Trading AG inzwischen eine Strafuntersuchung gegen unbekannt eröffnet, wie die Medienstelle auf Anfrage der Neuen Züricher Zeitung vom 18. Februar 2021 bestätigte.

Schweizer Behörden gingen obendrein davon aus, dass die Masken nicht FFP2- oder KN95-zertifiziert gewesen seien. Emix verteidigt sich hier mit dem Argument, dass das damals auch nicht verlangt worden sei.

Mit dem Gewinn sollen die Emix-Jungunternehmer Multimillionäre geworden sein. Die "Masken-Kids vom Zürichberg", wie Steffen und Rudolphi von Schweizer Medien genannt wurden, sollen sich zwei neue Bentleys für geschätzte 227.000 Euro (250.000 Franken) pro Wagen sowie einen roten 800-PS-Ferrari für mindestens 2,27 Millionen Euro (2,5 Millionen Franken) angeschafft haben und damit durch Zürich gedonnert sein.

Den Hauptsitz der Firma haben sie inzwischen vom Zürichberg nach Zug verlegt, wo die Steuern niedriger sind.

Das deutsche Bundesministerium für Gesundheit hat nach SPIEGEL-Recherchen für 350 Millionen Euro Schutzmaterial bei Emix bestellt. Der Freistaat Bayern hat von Emix 1 Million FFP2-Masken für 15,2 Millionen Euro erhalten. Nordrhein-Westfalen hat gut 500.000 Emix-Masken bestellt und dafür 5,2 Millionen Euro bezahlt.

Die Preise, die die Deutschen an Emix zahlten, lagen laut der EU-Beschaffungsdatenbank TED im Durchschnitt beim Dreifachen anderer Händler, die nur 3 Euro pro FFP2-Maske verlangten.

Schweizer Händler wie etwa Lion Corners aus Basel verlangten für FFP2-Masken im März 2020 3,63 Euro beziehungsweise 4 Franken das Stück. Lion Cornerns verkaufte zu diesem Preis im März 2020 auch in großer Zahl FFP2-Masken an die Emix Trading AG in Zug, wie der Züricher Insideparadeplatz nachwies.

Dem Schweizer Militär soll Emix die Masken schließlich für knapp 10 Franken weiterverkauft haben - also zum rund Zweieinhalbfachen. Insgesamt soll die Schweizer Armee für FFP2- und Hygienemasken rund 21 Millionen Euro (23 Millionen Franken) an Emix gezahlt haben.

Zumindest den Wucher-Vorwurf bezüglich des Schweizer Militärs wollen die beiden Ex-Vorstände der Partei Junge SVP Kanton Zürich, die gegen Migrations-Probleme kämpft und deren Mitglieder sie nach wie vor sein sollen, nicht auf sich sitzen lassen.

Dass sie auf Kosten der Steuerzahler reich geworden sein sollen, ärgert sie. Ihre Firma machte den weitaus grössten Teil ihres Umsatzes im umliegenden Europa, versteuert den Gewinn aber in Zug. Die beiden zahlen ihre Steuern in der Schweiz.

SVP-Nationalrat Franz Grüter findet das unproblematisch:

Zitat:


Sie haben ein lukratives Geschäft gemacht, und das ist ihr gutes Recht.


Luca Steffen sagte dem Sankt Galler Tagblatt am 20. Februar 2021:

Zitat:


So gesehen bekam die Schweiz die Masken gratis.


Wenn auch auf Kosten der deutschen Steuerzahler.

Außerdem seien die Jungunternehmer ein großes Risiko eingegangen. Sie hätten alles auf eine Karte gesetzt und im Februar 2020 Frachtflugzeuge mit Flügen zum Preis von jeweils 1 Million Dollar reserviert.

Jascha Rudolphi erzählte am 2. Februar 2021 der Züricher Zeitung Die Weltwoche:

Zitat:


Wir machten Hunderte von Produzenten ausfindig, im Wissen, dass nur etwa 30 Prozent fähig sein würden, die Ware in erforderlicher Qualität und Menge zu liefern.


Mit den geeigneten habe man auf eigenes Risiko Lieferungen vereinbart, das Kaufinteresse in Europa sei da jedoch immer noch flau gewesen.

Aber, so Rudolphi weiter:

Zitat:


Wir gingen noch einen Schritt weiter und buchten bei den Fluggesellschaften für die nächsten Monate deren Cargo-Flugkapazitäten für den Transport von einigen Millionen Masken pro Tag, zu massiv erhöhten Preisen, bis zu über einer Million Dollar pro Flug, da wir auch in Konkurrenz standen zu Hightech-Firmen.


Mit dem abrupten Aussetzen der Passagierflüge beim Shutdown fiel ein Grossteil der sonst üblichen Frachtmöglichkeiten schlagartig weg. Transportkapazitäten, ergänzte Luca Steffen, seien deshalb genau so entscheidend geworden wie die Produktionsbetriebe.

Emix hatten sich weltweit Vliesrollen gesichert und damit die Produktion ihrer Lieferanten am Laufen gehalten.

Mit ihrer Firma Emix Trading hätten sie 2016 ganz klein angefangen.

Sie importierten damals von einem polnischen Händler Colaflaschen, klebten darauf eigenhändig Etiketten in deutscher Sprache und lieferten die Flaschen selbst an Dönerbuden in der Region Zürich aus, bald hundert Imbisse an der Zahl. Das Zwischenlager war am Wohnort von Jascha Rudolphis Eltern in einem Mehrfamilienhaus in Uster. Ihr Netto-Verdienst im Monat lag zwischen 270 und 450 Euro für jeden.

Der erste Durchbruch gelang 2018. Da kauften sie auf dem Graumarkt Schokolade von Lindt und Sprüngli - ein Gut, das abseits der offiziellen Vertriebswege nur schwer zu beschaffen ist, und Pafüms und verkauften diese edlen Waren an wohlhabende Mittelschichtler in China. Ihr Nettoverdienst für jeden kletterte auf das Fünffache.

Im Januar 2020 sahen sie dank ihre guten Kontakte zu China den Mangel an Corona-Schutzmasken so ziemlich Erste kommen, kauften noch zu Billigpreisen alles Verfügbare auf, gründeten in Indien eine Produktionsstätte und machten das Geschäft ihres Lebens. Insbesondere Berlin erwies sich für sie als Profit-Glücksfall in der Masken-Mangelzeit von Februar bis Oktober 2020.

Die Zeiten sind nun vorbei. Sie wollen nun mit dem Parallelwarenhandel für den chinesischen Markt weitermachen.

Ein knappes Jahr, nachdem die Emix Trading AG ihren grössten Coup feiern konnte, sitzen die drei Firmengründer in ihrem Büro über den Dächern von Zug, im Zentrum der Hochfinanz.

Sie sind Millionäre und Geächtete.

Tatsächlich hat der Bundesrepublik, Bayern, NRW und der Schweiz niemand teurere Atemschutzmasken geliefert als Emix.

Emix sagt, dass sie zum frühen Zeitpunkt in der Krise einer der ganz wenigen Lieferanten gewesen seien, die Masken schnell und zu Marktpreisen direkt liefern konnten. Ihre Marge habe 20 bis 30 Prozent betragen.

Die Kostenfrage wird die interne Revision der Schweizer Armee nochmals anschauen. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat, wie eingangs erwähnt, eine Strafuntersuchung gegen unbekannt eröffnet.

Die Neue Züricher Zeitung fragte die beiden am 18. Februar 2021:

Zitat:


Verstehen Sie den Ärger?


Luca Steffen antwortete:

Zitat:


Den verstehen wir absolut, wenn man uns als Krisenprofiteure darstellt.

Wir sind aber nicht Unternehmer geworden, weil wir reich werden wollten, sondern weil uns das Lösen von Problemen gefällt.

Wir bereuen es auch, dass wir unser Geld in unser Hobby investiert haben. Wir brauchen die Autos nicht zum Protzen.

In der Schweiz gibt es jedoch auch eine gewisse Neidkultur.

Wären wir in Amerika reich geworden, hätte es nie so einen Aufschrei gegeben. Wir sind 23 Jahre alt und stammen nicht, wie oft behauptet wird, aus vermögendem Hause.

Wir haben uns alles selbst erarbeitet und auf Freunde und Freizeit verzichtet, um an diesen Punkt zu kommen. Wir haben jahrelang für praktisch kein Geld gearbeitet.


"Die Autos zu kaufen, war unsensibel zu diesem Zeitpunkt" ergänzt Jascha Rudolphi (Sohn eines Schweizer Treuhänders mit Einfamilienhaus in Uetikon). Nun denn...

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