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09.03.2021
solargrün GmbH: GLS-Crowd.de für "ruinösen Wettbewerb um Flächen unter Projektentwicklern"

ConventDie Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter des Startups solargrün GmbH aus Saulheim in Rheinland-Pfalz: Flächenakquisor Westen Ex-juwi-Geschäftsführer Thomas Broschek (54) aus Eltville am Rhein, Flächenakquisor Süden und Osten Dennis Schilling (38) aus Sindelfingen und Finanzchef Björn Meyer (50) aus Saulheim © Ausriss aus öffentlicher Kapitaleinwerbung auf GLS-Crowd.de Bei dem am 9. März 2021 gestarteten 1-Millionen-Euro-Nachrangsdarlehen-Crowdinvesting auf GLS-Crowd.de mit vierjähriger Laufzeit und einem Jahreszins von 4,25 Prozent zum Firmenaufbau eines Freiflächen-Solar-Startups namens solargrün GmbH aus Saulheim in Rheinland-Pfalz stinkt so einiges zum Himmel.

Das fängt schon damit an, dass sich das Crowdinvesting zwar ganz groß GLS Crowd nennt. Aber die berühmte Umweltgenossenschaftsbank GLS Gemeinschaftsbank eG aus Bochum ist gar nicht der haftende Vermittler.

Die Plattforem GLS-Crowd.de ist nur zu Gast bei der Bank und gehört in Wahrheit der mittlerweile berühmtberüchtigten Kamikaze-Vermittlerin Crowddesk GmbH von Karriereberater Joachim Lang (61) aus Pfaffenhofen an der Roth und Ardeschir Habibi (64) aus Köln. Sie ist ein Wolf im Schafspelz der Umweltbank und hat die Anleger auf der Plattform GLS-Crowd.de bereits in der Vergangenheit in mehrere Pleiten geschickt, wie GoMoPa berichtete.

Für eine Sofortvermittlerprovision von 6 Prozent auf das vermittelte Kapital plus jährlicher Projektmanaging-Gebühr von 0,8 Prozent bietet die Crowddesk GmbH nun auf ihrer Seite GLS-Crowd.de eine Schwarmfinanzierung für die solargrün GmbH ab 250 Euro Mindestbetrag an.

Weder die GLS Gemeinschaftsbank eG noch der Mehrheitsgesellschafter der im August 2020 gegründeten solargrün GmbH, der in Frankreich lebende deutsche Unternehmer Carsten Reins aus Perols, statten die solargrün GmbH mit den nun für den Geschäftsaufbau und die Anmietung von Flächen und Projektentwicklung von Solarparks in Deutschland nötigen rund 4 Millionen Euro aus.

Obwohl Reins das könnte. Schließlich hat er seinen französischen Solarkonzern LUXEL SAS, den er 2008 mit dem deutschen Unternehmer Bruno Spinner gegründet hatte, anfang 2019 an den französischen Konzern EDF Renewables mit Sitz in Berlin verkauft.

Reins gründete in Frontignan die Beteiligungsfirma Cantella SC und stattete sie mit einer Liquidität von rund 4 Millionen Euro aus.

Vorsichtigerweise gab er der solargrün GmbH nur ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 800.000 Euro.

Sollen doch Schwarmkleinanleger das dicke Risiko übernehmen. In drei Crowd-Runden sollen nun jeweils 1 Million Euro auf GLS-Crowd.de eingesammelt werden.

Anrüchig wirkt auch, dass die drei Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter von solargrün Thomas Broschek (54) aus Eltville, Dennis Schilling (38) aus Sindelfingen und Björn Meyer (50) aus Saulheim bei der Vorstellung auf ihrer Webseite Solargruen.de ein Geheimnis daraus machen, für welche Firma sie vorher konkret gearbeitet haben.

So schreibt Thomas Broschek ganz schwammig über sich:

Zitat:


Thomas Broschek verfügt über 10jährige Erfahrung im Segment der erneuerbaren Energien...

Während dieser Zeit war er bei einem der führenden deutschen Projektentwickler tätig.

Dort leitete er zunächst die Finanzierung und den Verkauf von erneuerbaren Projekten in Deutschland und war dort anschließend in leitenden Funktionen, zuletzt als Geschäftsführer für das deutsche Wind- und Solargeschäft tätig.


Warum schreiben die drei nicht, was man ja auch im Dortmunder ECOreporter.de nachlesen kann, dass sie unter anderem beim rheinland-pfälzischen Projektentwickler juwi gearbeitet haben.

Die juwi Bau Festzins GmbH aus Wörrach AG hatte 2013 die Nachrangdarlehen Bauzins Deutschland 1 zur Zwischenfinanzierung von Windparktprojekten aufgelegt und im selben Jahr von 2.000 Anlegern 30 Millionen Euro zu einem Zinssatz von 4,5 Prozent eingesammelt. Die Muttergesellschaft juwi AG gab für die Zinsen und die Rückzahlung eine Patronatserklärung ab. Doch die juwi-Manager haben sich verkalkuliert. Die Unternehmensgruppe schrieb 2013 Verluste von etwa 100 Millionen Euro. 2014 musste sie vom Mannheimer Energieversorger MVV vor der Pleite gerettet werden, was nicht bei allen Teilbetrieben gelang. juwi glänzte außerdem in der Vergangenheit 2011 und 2012 mit einem Bestechungsskandal von insgesamt 80.000 Euro für die Einflussnahme auf Genehmigungen für Windparkvorranggebiete in Eisenach in Thüringen, wie der BGH 2015 bestätigte.

Der heutige solargrün-Geschäftsführer Thomas Broschek trat im März 2018 als Geschäftsführer der juwi Energieprojekte GmbH, der juwi Solar Germany Verwaltungs GmbH und der juwi Gründungskommanditist Germany GmbH aus Wörrstadt zurück. Aller drei Unternehmen sind heute nicht mehr aktiv.

Die Ex-juwi-Mitarbeiter Broschek, Schilling und Meyer wollen sich nun mit ihrer solargrün GmbH auf einem Markt behaupten, auf dem nach ihrer eigenen Einschätzung in Unterlagen, die ECOreporter vorliegen, ein "ruinöser Wettbewerb um Flächen unter Projektentwicklern" besteht. Wegen der gestiegenen Nachfrage nach Solarflächen hätten sich die Pachtpreise deutlich erhöht.

Außerdem sei ein Abwerbekampf um gute Fachkräfte entbrannt.

solargrün gibt an, schon einige Pachtverträge für mögliche Solarparks abgeschlossen zu haben. Doch für den Bau eines Solarparks benötigt man die Genehmigung eines regionalen Bebauungsplanes.

Da wird dann tatsächlich von der Oberen Landesplanungsbehörde auch eine artenschutzrechtliche Unbedenklichkeitsprüfung bezüglich eines Felhamstervorkommens von der Naturschutzbehörde verlangt, wie beim geplanten Solarpark Freimersheim II entlang der A63 und der Bahnstecke Alzey-Kirchheimbolanden geschehen.

solargrün-Geschäftsführer Thomas Broschek hat zwar im November 2020 in Freimersheim eine Freimersheim2 Solar GmbH & Co. KG gegründet. Doch laut Umweltbericht zum Bebauungsplan Solarpark Freimersheim II vom Oktober 2020 gibt es bereits einen Investor: eine MBJ Solar aus Eltville.

Die solargrün GmbH strebt für ungefähr 25 Prozent ihrer Projekte Zuschläge aus Solarausschreibungen an.

Ob dies gelingen wird, ist unklar. Die letzten Solarausschreibungen in Deutschland waren mehrfach überzeichnet. Die Rheinland-Pfalz und das Saarland wurden im Dezember 2020 gar nicht mehr zur Ausschreibung zugelassen, weil deren jährliches zuschussfähiges Kontingent von 50 MW (Rheinland-Pfalz) und 100 MW (Saarland) längst ausgeschöpft war, wie die Bonner Bundesnetzagentur mitteilte.

Die förderfähigen Kontingente "auf Acker- und Gründlandflächen in benachteiligten Gebieten" sind in diesem Jahr bei den drei Ausschreibungen am 1. März, 1. Juni und 1. November 2021 auf ein Ausschreibungsvolumen von jeweils 617 MW und auf 5,90 pro Kilowattstunde begrenzt.

Die solargrün-Akteure gestehen in ihrer GLS-Crowd-Geldeinwerbung ein:

Zitat:


Wettbewerb besteht unter anderem durch regionale Stadtwerke, Projektentwickler, wie zum Beispiel die juwi AG und Baywa r.e., sowie Anbieter von Vermögensanlagen wie zum Beispiel Wattner.


Anleger finanzieren hier also nicht Projekte eines etablierten Solarkonzerns, sondern den Aufbau eines neuen Unternehmens. Dafür erscheint ECOreporter der Darlehenszins von 4,25 Prozent als niedrig.

Die einzuwerbenden Nachrangdarlehen haben übrigens eine vorinsolvenzliche Durchsetzungssperre. Das heißt, bei drohender Insolvenz gibt es für die Anleger gar nichts. Nun denn...

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