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Presse-Echo


31.07.2021
Die POC-Fonds-Falle der Umstürzler Klaus Christochowitz und Edmund Kockartz

ConventZertifizierte Fondsanalystin Betriebsökonomin Kerstin Kondart, Vorständin der AAA Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V. aus Berlin © Pressefoto AAA Die neuen POC-Fonds-Geschäftsführer Anleger Klaus Christochowitz und Vertriebler Edmund Kockartz haben 2017 die alte Chefin der Proven Oil Canada-Fonds, Monika Galba, vom Thron gestürzt und anschließend für einen Restart 15 Millionen Euro von den Kommanditisten eingesammelt.

Doch anstatt versprochene Zinsen auf zurückgezahlte Ausschüttungen und auf das Sanierungskapital zu zahlen, sollen nun die Anleger teure Regress-Zivilprozesse gegen die damaligen Prospektverantwortlichen finanzieren. Außerdem sollen die Anleger die Geschäftsführer legitimieren, ein Fondsumbaukonzept zu entwickeln.

Dazu läuft aktuell ein Umlaufbeschlussverfahren.

Doch Kerstin Kondert vom AAA Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V. aus Berlin stellte in einer Pressemitteilung fest:

Zitat:


Zahlreiche Anleger haben uns mitgeteilt, dass sie die Fonds inzwischen satt haben und aussteigen wollen, weil sie nicht glauben, dass jemals Geld zurückfließen wird.

Wenn es schon so schwierig ist, die Sanierungsbeiträge auch nur zu verzinsen, fällt es noch viel schwerer zu glauben, dass irgendwann die Ursprungsbeteiligung zurückgeführt werden kann.


Warum sind die POC-Anleger so sauer auf die Umstürzler?

Ziel des Umsturzes 2017 war es, mit neuem Kapital aus der Insolvenzmasse Quellen und Quellrechte herauszulösen, mit einer neuen Beteiligungsgesellschaft weiter zu betreiben und aus den Erträgen nicht nur das Sanierungskapital, sondern auch im Jahr 2015 von den Anlegern bereits zurückgezahlte Ausschüttungen zu verzinsen und zu tilgen.

Danach sollte dann auch das Altkapital bedient werden. Im Vertrauen auf die neue Geschäftsführung haben die Anleger 2017 ein Sanierungskapital von rund 15 Millionen Euro aufgebracht.

Die damalige Planung sah vor, dass bis Mitte 2021 (also jetzt) Sanierungskapital und Ausschüttungsrückzahlungen nicht nur verzinst, sondern vollständig an die Anleger zurückgezahlt sein sollten.

Fondsanalystin Betriebsökonomin Kerstin Kondert:

Zitat:


Tatsächlich haben die Anleger bis heute keinen einzigen Cent erhalten.


Dafür hat die Erstellung der Steuererklärungen in Kanada für die Anleger seit Geschäftsführungswechsel bereits knapp 6 Millionen CAD (4,05 Millionen Euro) gekostet, die die Anleger zusätzlich zahlen sollten.

Die neuen Geschäftsführer Kockartz und Christochowitz haben den Anlegern nicht nur Erträge in Aussicht gestellt, sondern auch Transparenz versprochen.

Den Anlegern sollte es insofern besser gehen als unter Galba.

Kerstin Kondert:

Zitat:


Es fehlen bis heute allerdings nicht nur die Erträge, sondern auch die Transparenz.


Die Jahresabschlüsse der Fonds, die früher nebst Erläuterungen 30 Seiten und mehr umfassten, sind auf zwei Seiten zusammengeschrumpft.

Analystin Kondert:

Zitat:


Ablesen lässt sich aus ihnen kaum noch etwas.

Die Berichte der Geschäftsführung zeichnen sich durch irreführende Darstellungen und Ungenauigkeiten aus.


Die Beiräte der Fonds scheinen in der Versenkung verschwunden zu sein.

In der aktuellen Aussendung der Geschäftsführung mit den Jahresabschlüssen und Geschäftsberichten für die Jahre 2019 und 2020 fehlen die Beiratsberichte. Die Beiräte werden nicht einmal erwähnt.

Kerstin Kondert:

Zitat:


Das ist typisch für eine Geschäftsführung, die auch gegenüber uns, die wir mehrere Hundert Anleger vertreten, ebenso wie unmittelbar gegenüber Anlegern selbst auf kritische Fragen schlicht keine Antworten geben.


Die Geschäftsführung eine schriftliche Beschlussfassung initiiert, die eine Gesellschafterversammlung ersetzen soll.

Kondert kritisiert:

Zitat:


Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass die Anleger Beschlüsse mit wirtschaftlichen Auswirkungen fassen sollen, ohne dass ihnen hierzu überhaupt Zahlen vorgelegt werden.


Die Anleger sollen über die Einreichung von Schadensersatzklagen entscheiden. Aber es fehlt jegliche Erklärung, wie es mit den Erfolgsaussichten (wirtschaftlich und rechtlich) der schon zuvor ohne Zustimung der Anleger eingereichten Klagen aussieht. Noch gibt es Angaben zum Prozessrisiko der nun beabsichtigten Klagen (von Informationen zu deren rechtlichen Grundlagen einmal ganz zu schweigen).

Die Anleger sollen beschließen, die Geschäftsführung mit der Entwicklung eines Umwandlungskonzeptes der Fonds zu beauftragen.

Auch hierzu gibt es keine Aussagen zu den Kosten oder zu den Beratern, die hierfür eingeschaltet werden sollen oder müssen. Ungeklärt ist auch, ob die ins Auge gefasste Direktbeteiligung der Anleger an der kanadischen Beteiligungsgesellschaft (also ohne Zwischenschaltung der Fonds) dazu führen würde, dass künftig die Anleger ihre Rechte in Kanada und nach kanadischen Recht würden geltend machen müssen. Dann könnte garantiert niemand mehr der Geschäftsführung in die Karten sehen.

Und nicht zuletzt: In fünf der sechs Fonds sollen die Anleger den Geschäftsführern für die Zeit ab September 2017 bis heute blind alle Handlungen genehmigen, die diese bisher vorgenommen haben. Mit anderen Worten: Kockartz und Christochowitz wollen eine Generalamnestie.

Kondert bemängelt:

Zitat:


Dabei haben die Anleger noch nie einen vollständigen Jahresabschluss ihrer Beteiligungsgesellschaft in Kanada erhalten.

Sie haben noch nie nachvollziehbare Abrechnungen über die Investitionen erhalten.

Sie wissen nicht, wer eigentlich das Geld für ihre Steuererklärungen in Kanada bekommt.

Und sie haben keine Ahnung, was die Quellen in Kanada tatsächlich wert sind.


Was rät die Fondsanalystin den POC-Anlegern?

Kondert:

Zitat:


Wir können allen Anlegern der POC-Fonds nur dringend raten:Kreuzen Sie bei den aktuellen Beschlüssen überall das NEIN an!

Zeigen Sie Kockartz und Christochowitz, dass sie ihren Vertrauensvorschuss jetzt aufgebraucht haben!

Fordern Sie nachdrücklich die versprochene Transparenz ein! Aktivieren Sie den von Ihnen gewählten Beirat!


"Unseres Erachtens tappen die Anleger anderenfalls in eine Falle, wenn nämlich die Zustimmung zu den geplanten Maßnahmen zur Insolvenz der Fonds führen sollte, weil sie unkalkulierbare zusätzliche Kosten verursachen", warnt die Betriebsökonomin. Nun denn...

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