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GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 17.05.2019

Zinsland.de Ausfälle Immobilien: Warum fällt Betreiberin Civum GmbH auf windige Bauträger herein?


ConventSchauen wohl wegen eigener finanzieller Sorgen bei Immobilien-Projektpartnern für Nachrangdarlehen nicht so genau hin: das Hamburger Zinsland.de-Führungsteam von links nach rechts Gesellschafter Carl-Friedrich Christian Freiherr von Stechow (40) aus Hamburg, Henning Frank (39) aus Hamburg und Michael Bogislav Arthur von Gruenewaldt (37) aus Frankfurt am Main © Ausriss aus Zinsland.de Schon wieder drohen wegen Zahlungsunfähigkeit der Emittenten auf der Hamburger Crowdinvesting-Plattform Zinsland.de Ausfälle in Millionenhöhe an Immobilien-Nachrangdarlehen.

Warum fällt die Plattform-Betreiberin Civum GmbH aus dem Poßmoorweg 2 in Hamburg Winterhude immer wieder auf windige Projektanbieter herein?

Wie hier geschehen:

1. Nach den Pleiten der CONREM-INGENIEURE GmbH und deren Tochter Arplan Projektgesellschaft Alpha 1 GmbH für das Berliner Projekt Luvebelle mit 52 Micro-Apartments in Berlin Tempelhof des Münchener Architekten Heinz Michael Groh (61) im August 2017 in Höhe von rund 1,25 Millionen Euro für 286 Anleger und

2. der darauffolgenden Zahlungsunfähigkeit der Capital Store Investment GmbH aus Marktredwitz für das Projekt CapStar One mit 28 Neubau-Eigentumswohnungen in der Wohnanlage Wohnen am Mühlbach im bayerischen Schwefelquellen-Kurort Bad Abbach durch die Bauherren Gerhard Schaller (57) aus Bad Alexandersbad und Markus Fürst (49) aus Weiden in der Oberpflalz im Dezember 2018 in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro Nachrangdarlehen, wie GoMoPa berichtete, folgte nun

3. mit der Pleite der AZP Projekt Steinbach GmbH und deren Mutter AZP Holding GmbH aus Frankfurt am Main von Gesellschafter Peter Leufen (70) aus Düsseldorf, Geschäftsführer Dr. Hans Georg Deckert (69) aus Kronberg im Taunus und Vertriebschef Gotthard August Kuck (67) aus Karben am 6. Mai 2019 schon der dritte Ausfall auf Zinsland.de innerhalb von nicht einmal zwei Jahren.

Der drohende Ausfallschaden dieses Mal: fast 1,9 Millionen Euro.

Betroffen sind gleich zwei Nachrangdarlehens-Crowdinvestings auf Zinsland.de:

1. Die Steinbacher Terrassen in Steinbach (Taunus)

Das Funding für die Steinbacher Terrassen wurde am 30. August 2017 gestartet und am 12.09.2017 abgeschlossen. 522 Anleger investierten 966.000 Euro in ein Wohn- und Geschäftshaus in Steinbach im Vordertaunus. Die Rückzahlung war am 22. November 2018 fällig. Sie wurde zunächst auf Ende Februar 2019 verschoben.

Im Februar 2019 starb überraschend der Mehrheitseigentümer und geschäftsführende Architekt der beiden AZP Firmen Recep Acikgöz aus Bad Homburg vor der Höhe in Hessen im Alter von 48 Jahren.

Kurz vor der Februar-Fälligkeit wurde das Rückzahlungsziel auf den 22. Mai 2019 verlängert.

Am 6. Mai 2019 erfolgte jedoch die Insolvenzanmeldung.

2. Ein paar Monate nach den Steinbacher Terrassen kam das Immobilienprojekt Nassauer Hof in Kronberg dazu.

Das Funding für das Projekt Nassauer Hof mit 10 Neubauwohnungen und dem Bau einer Rossmann-Drogerie war am 11. Dezember 2017 gestartet und wurde am 31. Januar 2018 abgeschlossen. Dafür wurden 897.000 Euro von 453 Anlegern akquiriert.

Wie viel sie davon am Rückzahlungstermin 1. Juni 2019 wiedersehen, steht wegen der Insolvenzanmeldungen für die Emittentin AZP Projekt Steinbach GmbH und der AZP Holding GmbH in den Sternen.

Zinsland.de schrieb zu beiden Zinsland-Nachrangsdarlehens-Projekten in einer Presseerklärung vom 6. Mai 2019:

Zitat:


Nach Aussage der Geschäftsführung des verantwortlichen Projektentwicklers sind durch das bauleitende Architekturbüro Ausführungsmängel und erhebliche Mehrkosten im Projekt entstanden.

Das Architekturbüro wurde daher im Februar 2019 fristlos gekündigt.

Zudem ist Anfang des Jahres ein Geschäftsführer unerwartet verstorben, sodass in kürzester Zeit personelle Ressourcen und vor allem fachliches Know-how verloren gingen.

Jetzt muss das Gericht prüfen, ob ein Insolvenzverfahren eröffnetwird.

ZINSLAND steht mit Dr. Hans Georg Deckert in Kontakt und wird die betroffenen Anleger über die neuen Entwicklungen informiert halten.

Über den Ausgang eines möglichen Verfahrens und die Möglichkeit auf Rückzahlung kann derzeit keine belastbare Aussage getroffen werden.


Der verbliebene Geschäftsführer Dr. Hans-Georg Deckert sieht eine Weiterführung der Gesellschaft aus eigenen Kräften als nicht mehr möglich an:

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